Das Schengen-Visum für Ehefrauen von Deutschen

Benutzeravatar
expat
Verwalter
Beiträge: 2679
Registriert: Mi 15. Aug 2007, 19:57
Wohnort: Pattaya
Kontaktdaten:

Re: Das Schengen-Visum für Ehefrauen von Deutschen

Beitrag von expat » So 1. Mai 2011, 14:05

Somprit hat geschrieben:... sicher weniger drastischer Worte bedient :denk:
Mich hat das hier daran erinnert, dass ich dem Auwärtigen Amt noch nicht so richtig geantwortet habe. Das habe ich nunmher recht drastisch nachgeholt:


expat ans Auswärige Amt hat geschrieben:Nachdem nun ein Jahr ins Land gegangen ist, liebe Frau Wolff,

habe ich mich nun wieder gefasst ob der unglaublichen Desinformation, die Ihr Amt durch Ihre Person verbreitet, aber nicht nur duch Sie.
Haben Sie meine Frage wirklich überlesen:

"Wie beurteilen sie diese Informationen auf verschiedenen Seiten deutscher Konsulate?"
?
Es ist doch schier unglaublich. Sie steht doch gleich am Anfang,

Nach europäischem Recht haben Ehepartner von Bürgern der Europäischen Union das Recht, ihre Ehepartner zu begleiten. Die Vergabe der Visa ist zu erleichtern. Vorzulegen sind lediglich der Antrag und eine Kopie der Heiratsurkunde. Wissen Sie das nicht, oder wollen sie es absichtlich verheimlichen? Die genannten Botschaften wissen es. Ich wollte wissen, wie Sie dazu stehen, Und das soll keine Frage sein?

Sie sollten Ihre Anfrager nicht mit einer solchen infamern Ignoranz behandeln. Sie sehen ja, dass Sie den Nachfragen auf Dauer nicht entgehen.
Ich bin jedenfalls zutieft entrüstet über die Arroganz und Frechheit, mit der bei Ihnen im Amt freundliche Anfragen mit falschen Aussagen abgewimmelt werden.

Keine Hochachtung für sowas, aber dennoch freundliche Grüße,

Peter Hennecke
Einer Legende nach sollten die Schweizer Bürger einen Hut des Diktators Gessler so grüßen als sei er es selbst. Schiller machte aus dem Stoff sein Drama "Wilhelm Tell". Eine solche Funktion hat der Erlass, der freien Bürgern ohne sinnvollen Grund einen Maulkorb anlegt, der nach Expertenmeinungen ihre Gesundheit schädigt.

Somprit

Re: Das Schengen-Visum für Ehefrauen von Deutschen

Beitrag von Somprit » So 1. Mai 2011, 14:18

...oh Gott, liebenswürdiger, sanftmütiger Buddha... wie kannst Du nur, weißt Du nicht, dass Untertanen zu buckeln haben, ... der der oben sitzt... nun ja, kannst es ja hier (sinnbildlich) sehen.... :biggrin:
Bild
"Beschiss" wohin Du siehst .... :günter:

Styx
Beiträge: 305
Registriert: Mi 12. Jan 2011, 15:08

Re: Das Schengen-Visum für Ehefrauen von Deutschen

Beitrag von Styx » Mo 2. Mai 2011, 23:23

Werter Somprit,
Deiner Karikatur nach "bescheissen" die Deutschen sich, auf Rang 3 sitzend, auch noch selbst.
Somprit hat geschrieben:...
Bild
...
Ist dies so gewollt oder sollte der "Oberkacker" eigentlich durch eine andere Flagge repraesentiert werden?
Styx

Somprit

Re: Das Schengen-Visum für Ehefrauen von Deutschen

Beitrag von Somprit » Di 3. Mai 2011, 14:30

... tja, DAS liebe ich so an einem StYX... :biggrin: ER sieht einfach alles, hat den Blick für das Detail :good: (doch bei der schnellen Suche fand ich nicht das "richtige" Bildchen, ohne diese Länderflaggen)

Styx
Beiträge: 305
Registriert: Mi 12. Jan 2011, 15:08

Re: Das Schengen-Visum für Ehefrauen von Deutschen

Beitrag von Styx » Di 3. Mai 2011, 21:10

Somprit,
mich interessiert ob die urspruengliche Aussage dieser Karikatur die Deutschen als die "Bescheisser" oder als die "Beschiessenen" definiert.
Meines Erachtens kommt sie einer Realitaet naeher wenn der "Oberscheisser" die EU-Flagge zugeordnet bekommt.
Styx

Somprit

Re: Das Schengen-Visum für Ehefrauen von Deutschen

Beitrag von Somprit » Di 3. Mai 2011, 21:46

... nun ich muss zu meiner Schande eingestehen, dass ich in der Schnelle bei Tante Google nur nach solch einem Beschiss-Bild suchte, den textlichen Zusammenhang völlig außer acht ließ... :Shy:

Aber es bewahre uns Gott und alle christliche Heiligen, dass wir dort oben nie eine wirklich geeinte, alles beherrschende Überregierung in Brüssel bekommen, denn dann wäre der „Beschiss“ unabwendbar, zum Bild und alles zum :kotz:

Styx
Beiträge: 305
Registriert: Mi 12. Jan 2011, 15:08

Re: Das Schengen-Visum für Ehefrauen von Deutschen

Beitrag von Styx » Fr 6. Mai 2011, 00:20

Expat,
gibt es auf Dein Schreiben ....
expat hat geschrieben:...Mich hat das hier daran erinnert, dass ich dem Auwärtigen Amt noch nicht so richtig geantwortet habe. Das habe ich nunmher recht drastisch nachgeholt:
expat ans Auswärige Amt hat geschrieben:Nachdem nun ein Jahr ins Land gegangen ist, liebe Frau Wolff,
habe ich mich nun wieder gefasst ob der unglaublichen Desinformation, die Ihr Amt durch Ihre Person verbreitet, aber nicht nur duch Sie...
...an die dt. Botschaft in BKK hin etwas neues?
Oder wird es ein weiteres Jahr dauern bis sich wieder etwas tut?
Styx

Benutzeravatar
expat
Verwalter
Beiträge: 2679
Registriert: Mi 15. Aug 2007, 19:57
Wohnort: Pattaya
Kontaktdaten:

Re: Das Schengen-Visum für Ehefrauen von Deutschen

Beitrag von expat » Fr 6. Mai 2011, 11:54

Das war an eine Dame im Auswärtigen Amt. Bisher keine Antwort.
Einer Legende nach sollten die Schweizer Bürger einen Hut des Diktators Gessler so grüßen als sei er es selbst. Schiller machte aus dem Stoff sein Drama "Wilhelm Tell". Eine solche Funktion hat der Erlass, der freien Bürgern ohne sinnvollen Grund einen Maulkorb anlegt, der nach Expertenmeinungen ihre Gesundheit schädigt.

Styx
Beiträge: 305
Registriert: Mi 12. Jan 2011, 15:08

Re: Das Schengen-Visum für Ehefrauen von Deutschen

Beitrag von Styx » Sa 7. Mai 2011, 12:52

Meines Erachtens wird man Dir auf DIESES Schreiben auch keine Antwort geben.
Nur weil Du Dich (und das sicherlich zurecht) ueber etwas entruestest wird man Dir nicht antworten schon gar nicht wenn die Aktivitaeten des betreffende Adressaten wie folgt ...
expat hat geschrieben:...über die Arroganz und Frechheit, mit der bei Ihnen im Amt freundliche Anfragen mit falschen Aussagen abgewimmelt werden...
...beschrieben werden.
Vielleicht hilft noch der ganz normale Beschwerdeweg, nicht jedoch diese direkte Ansprache an eine bestimmte Person.
Styx

Benutzeravatar
expat
Verwalter
Beiträge: 2679
Registriert: Mi 15. Aug 2007, 19:57
Wohnort: Pattaya
Kontaktdaten:

Re: Das Schengen-Visum für Ehefrauen von Deutschen

Beitrag von expat » So 8. Mai 2011, 11:23

Es kam doch noch eine Antwort:
Sehr geehrter Herr Hennecke,

vielen Dank für Ihre Email vom 01. Mai 2011, in welcher Sie um Informationen zum Visumverfahren im Rahmen der EU-Freizügigkeitsregelungen bitten.

Das Freizügigkeitsgesetz/EU regelt das Recht auf die Einreise und den Aufenthalt von Unionsbürgern und ihren Familienangehörigen in anderen EU-Staaten. Mit dem Freizügigkeitsgesetz/EU wurden die europarechtlichen
Vorgaben in nationales Recht umgesetzt. Es vermittelt allen Staatsangehörigen der Mitgliedstaaten, den sog. Unionsbürgern,
das Recht, sich innerhalb der Staaten der Europäischen Union frei zu bewegen und aufzuhalten.

Aus der Definition des Anwendungsbereichs in § 1 FreizügG/EU ergibt sich i.V. m. § 11, dass es sich beim Freizügigkeitsgesetz/EU um Spezialregelungen zur Freizügigkeit der Unionsbürger und ihrer Familienangehörigen
handelt, die dem allgemeinen Aufenthaltsrecht vorgehen. Die Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum FreizügG/EU bestimmt jedoch, dass deutsche Staatsangehörige und ihre Familienangehörigen _nicht_ als Unionsbürger i. S. d. § 1 FreizügG/EU anzusehen sind, wenn sie von ihrem Freizügigkeitsrecht noch keinen Gebrauch gemacht haben. Daraus folgt, dass für die Inanspruchnahme von Rechten aus dem FreizügG/EU ein grenzüberschreitender Bezug innerhalb der EU vorliegen muss. Ein Deutscher, der seinen Wohnsitz in Deutschland hat, macht von seinem Freizügigkeitsrecht keinen Gebrauch, da ein grenzüberschreitender Bezug innerhalb der EU nicht vorliegt. Weiterhin können sich Deutsche auch dann auf die Freizügigkeit berufen, wenn sie während oder nach Beendigung der Ausübung ihrer Arbeitnehmerfreizügigkeit in einem anderen EU-Mitgliedstaat nach Deutschland zurückkehren (sog. Rückkehrerfälle).

Bei Vorliegen der gemeinschaftsrechtlichen Voraussetzungen gewährt das FreizügG/EU den Betroffenen unmittelbar das Recht auf Einreise und Aufenthalt und damit auch freieWahl des Wohnsitzes im Hoheitsgebiet der Mitgliedstaaten
der Europäischen Union. Dieses Recht steht sowohl dem freizügigkeitsberechtigten Unionsbürger selbst als auch seinen Familienangehörigen unter den Voraussetzungen der §§ 3 und 4 FreizügG/EU (unabhängig von deren Staatsangehörigkeit) zu. Das Visumverfahren für die Einreise der drittstaatsangehörigen Familienangehörigen findet dabei unter erleichterten Bedingungen statt.

Leider haben Sie in Ihrer o.a. Email weder die Namen und Geburtsdaten der betroffenen Personen noch die zuständige Deutsche Auslandsvertretung und deren Geschäftszeichen angegeben. Es war daher nicht möglich, dort zu ermitteln, ob in Ihrem Fall das FreizügG/EU zur Anwendung kommen kann. Generell kann ich Ihnen jedoch mitteilen, dass ein Schengen-Visum nach geltender Rechtslage nur dann erteilt werden kann, wenn sich die zuständige Auslandsvertretung im Rahmen der ausländerrechtlichen Prüfung davon überzeugen kann, dass sämt­liche Erteilungsvoraussetzungen vorliegen.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass grundsätzliche Diskussionen über das Ausländer- und Freizügigkeitsrecht durch das Referat für Einzelfälle des Visumrechts aus Kapazitätsgründen leider nicht geführt werden können. Bitte wenden Sie sich hierzu an das Referat für Grundsatzangelegenheiten des Visumrechts. Sofern Sie Fragen zu einem bestimmten Einzelfall haben, können Sie sich gern unter Angabe der o.a. Daten zum Antragsteller sowie konkreten Fragen an mich wenden.

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag

Susanne Wolff

Auswärtiges Amt, Referat 509
– Einzelfälle des Visumrechts –
Werderscher Markt 1
D-11013 Berlin

Tel. +49 30 1817-3713
(Telefonische Sprechzeiten: Mo, Di, Do und Fr 09.00-12.00 Uhr)
Fax +49 30 1817-53713
e-mail: 509-50@auswaertiges-amt.de
Internet: www.auswaertiges-amt.de
Man bedenke, dass mein erstes Schreiben ganz allgemein an das Auswärtige Amt gerichtet war und von dieser Mitarbeiterin beantwortet wurde.
Einer Legende nach sollten die Schweizer Bürger einen Hut des Diktators Gessler so grüßen als sei er es selbst. Schiller machte aus dem Stoff sein Drama "Wilhelm Tell". Eine solche Funktion hat der Erlass, der freien Bürgern ohne sinnvollen Grund einen Maulkorb anlegt, der nach Expertenmeinungen ihre Gesundheit schädigt.

Antworten