Schengen-Visum für die Ehefrau

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Re: Visum für D

Beitrag von expat » Mo 3. Mai 2010, 10:21

Letzlich haben wir ja das Visum auch immer zu den rechtmäßigen Bedingungen bekommen:

II. Antragsunterlagen
Für jedes Schengen Visum müssen folgende Dokumente vorgelegt werden:
- Antragsformular (einfach, vollständig ausgefüllt),
Angabe der vollständigen Adresse in Deutschland, mit Postleitzahl der Stadt und
Telefonnummer (unumgängliche Bedingung)
- Gültiger Reisepass (gültig bis 6 Monate nach Ende des vorgesehenen Aufenthalts)
- Zwei biometrische Passfotos 4,5 x 3,5 cm (heller Hintergrund)
- Flugreservierungen (Hin- und Rückflug). Bei der Abholung des Visums muss das Flugticket
mit eine Kopie vorgelegt werden.
.
.
.
.
.
.
.

VI. Ehepartner von deutschen Staatsangehörigen oder EU-Bürgern
Zusätzlich zu den in II. erwähnten Dokumenten werden verlangt:
- Heiratsurkunde (Original und Fotokopie)
- Fotokopie des Reisepasses des deutschen oder EU-Ehepartners




Das stammt von der Seite der Botschaft in Peru. Zu finden ist es auch auf folgenden Seiten:

Von der deutschen Botschaft in Hongkong:
http://www.hongkong.diplo.de/Vertretung ... =Daten.pdf
Und Bogota:
http://www.bogota.diplo.de/Vertretung/b ... =Daten.pdf
Und Shanghai:
http://www.schanghai.diplo.de/Vertretun ... =Daten.pdf
Einer Legende nach sollten die Schweizer Bürger einen Hut des Diktators Gessler so grüßen als sei er es selbst. Schiller machte aus dem Stoff sein Drama "Wilhelm Tell". Eine solche Funktion hat der Erlass, der freien Bürgern ohne sinnvollen Grund einen Maulkorb anlegt, der nach Expertenmeinungen ihre Gesundheit schädigt.

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Re: Schengen-Visum für die Ehefrau

Beitrag von expat » Di 4. Mai 2010, 13:00

Ja ist es denn zu fassen: Das Auswärtige Amt gibt sich wirklich Mühe, begreift aber nicht, dass ich nach einem Visum für Ehepartner frage. Die bemühte Antwort:

Auswärtiges Amt, Berlin hat geschrieben:Sehr geehrter Herr Hennecke,

vielen Dank für Ihre Email vom 30. April 2010 an den Bürgerservice des Auswärtigen Amtes, in welcher Sie um Informationen zur Notwendigkeit der Vorlage einer Versicherung und einer Verpflichtungserklärung im Visumverfahren bitten. Ihre Anfrage wurde an das Referat für Visumrecht im Auswärtigen Amt weitergeleitet. Ich bin gebeten worden, Ihnen zu antworten.

Für die Erteilung von Visa sind das deutsche Ausländerrecht und die Vereinbarungen der Schengen-Partner der rechtliche Rahmen, an den sich die Auslandsvertretungen halten. Daher müssen die Auslandsvertretungen vor der Visumerteilung in jedem Einzelfall die Voraussetzungen zur Erteilung des beantragten Visums prüfen. Zu den Voraussetzungen für die Erteilung eines Besuchsvisums (Schengen-Visums) gehört u.a., dass der Antragsteller den Zweck des geplanten Aufenthalts glaubhaft darlegt, die gesicherte Finanzierung einschließlich Krankenversicherungsschutz während seines Aufenthalts in Deutschland nachweist und insbesondere seine Bereitschaft zur Rückkehr in sein Heimatland plausibel belegt. Nur wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, kann ein Visum erteilt werden.

Die Schengen-Partner haben bereits im Jahr 2003 beschlossen, dass jeder Visumantragsteller ab dem 01. Juni 2004 eine gültige Reisekrankenversicherung im Visumantragsverfahren vorlegen muss. Andernfalls darf kein Visum erteilt werden. Diese Regelung wurde in dem seit 05. April 2010 gültigen Visakodex ebenfalls umgesetzt: Gemäß Artikel 10 Absatz 3 g) in Verbindung mit Artikel 15 Visakodex ist der Besitz einer ausreichenden und gültigen Reisekrankenversicherung eine der grundsätzlichen Voraussetzungen für die Erteilung eines Visums für den kurzfristigen Aufenthalt im Schengen-Gebiet. Informationen zu den Anforderungen an die vorzulegende Reisekrankenversicherung finden Sie auf der Webseite des Auswärtigen Amtes ebenso wie auf der Webseite der Deutschen Botschaft in Bangkok.

Grundsätzlich kann jeder Antragsteller die finanziellen Mittel zur Bestreitung des Lebensunterhaltes inkl. Aufenthalts- und Reisekosten selbst nachweisen Dies kann durch Vorlage geeigneter Dokumente über seine Einkommens- und Vermögensverhältnisse sowie den Nachweis der gesicherten Unterkunft während seines Aufenthalts in Deutschland erfolgen. In Fällen, in denen der Antragsteller nicht über ausreichende finanzielle Eigenmittel verfügt, kann sich ein Dritter durch Abgabe einer Verpflichtungserklärung nach den §§ 66-68 AufenthG verpflichten.

Informationen zu den bei der Beantragung eines Visums zum kurzfristigen Aufenthalt in Deutschland vorzulegenden Dokumenten finden Sie auf der Webseite der Deutschen Botschaft in Bangkok unter http://www.bangkok.diplo.de .

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag

Susanne Wolff

Auswärtiges Amt, Referat 509
-- Einzelfälle des Visumrechts --
Werderscher Markt 1
D-11013 Berlin

Tel. +49 30 1817-3713
(Telefonische Sprechzeiten: Mo, Di, Do und Fr 09.00-12.00 Uhr)
Fax +49 30 1817-53713
e-mail: 509-50@auswaertiges-amt.de
Internet: http://www.auswaertiges-amt.de
Somprit hat geschrieben:... Du machst einen Denk-Fehler, denn deine "Anfrage" landet garantiert nicht im Bereich des "auswärtigen/diplomatischen Corps" sondern beim "Bürgerservice" ... und DAS dürfte ein himmelweiter Unterschied sein...
Du machst einen Denkfehler, oder ist das das oben kein Schreiben vom Außenministerium?

Und so sieht das zum Beispiel die deutsche Botschaft in Schanghai:


Bild
Einer Legende nach sollten die Schweizer Bürger einen Hut des Diktators Gessler so grüßen als sei er es selbst. Schiller machte aus dem Stoff sein Drama "Wilhelm Tell". Eine solche Funktion hat der Erlass, der freien Bürgern ohne sinnvollen Grund einen Maulkorb anlegt, der nach Expertenmeinungen ihre Gesundheit schädigt.

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Re: Schengen-Visum für die Ehefrau

Beitrag von expat » Fr 7. Mai 2010, 09:03

In der Tat: Dieser Gipfel an Inkompetenz nimmt allmählich kafkaeske Züge an. Ich kann kaum noch an Blödheit glauben. Man muss doch einfach von einem Prinzip der Verblödung und Verunsicherung der Bürger ausgehen.
Das Visum nun allerdings wurde ensprechend den europäischen und deutschen Verordnungen erteilt. Eben angekommen. Irgenwo reingeklebt, obwohl die Vorschriften eindeutig sagen, es muss auf die erste freie Seite. (14 Seiten wurden freigelassen) Bisher habe ich erst einen kompetenten Mitarbeiter da angetroffen, der aber leider nicht mehr da ist. Und der hat auch die Visa auf Seite eins und zwei geklebt. Danke, Herr Maszun.
Zudem habe ich festgestellt, dass die Reservierung eines Termins für die Visabeantragung bei anderen Botschaften nicht erforderlich ist. Freiwillig machen die das wohl nicht.
Einer Legende nach sollten die Schweizer Bürger einen Hut des Diktators Gessler so grüßen als sei er es selbst. Schiller machte aus dem Stoff sein Drama "Wilhelm Tell". Eine solche Funktion hat der Erlass, der freien Bürgern ohne sinnvollen Grund einen Maulkorb anlegt, der nach Expertenmeinungen ihre Gesundheit schädigt.

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Re: Schengen-Visum für die Ehefrau

Beitrag von expat » Fr 7. Mai 2010, 16:17

Da kommt eine Nachricht als einzige Reaktion auf den ganzen Mist und alle Irreführungen vorher:

Am 07.05.2010 14:24, schrieb .BANGK RK-10:
> Sehr geehrter Herr Hennecke,
>
> Ihre Ehefrau kann gerne jeder Zeit Ihren Antrag einreichen.
>
> Mit freundlichen Grüßen
> Im Auftrag
> Werner Ihrig
>
> Botschaft der Bundesrepublik Deutschland Bangkok
> Embassy of the Federal Republic of Germany Bangkok
> 9 South Sathorn Road
> Bangkok 10120
>
> Tel.: +66 (0) 2287 9073
> Fax : +66 (0) 2285 6232
> E-Mail : rk-10@bangk.diplo.de
> Website : http://www.bangkok.diplo.de
>
>


Heißt das nun, wir müssen gar keinen Termin mehr machen, so wie das bei anderen deutschen Botschaften der Fall ist?
Selten so etwas Desaströses vorgefunden, was Kommunikation ja nun wirklich nicht genannt werden darf.
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Re: Schengen-Visum für die Ehefrau

Beitrag von expat » Fr 7. Mai 2010, 19:29

Kann das sein, dass die FDP nun ihre Nieten auf die Pöstchen drückt?
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Somprit

Re: Schengen-Visum für die Ehefrau

Beitrag von Somprit » Sa 8. Mai 2010, 08:54

... vielleicht übt sich ein Herr Ihrig ja auch nur in Ironie... :pst: ... zudem, nichts ist so klar und deutlich wie die Sprache/Ausdrucksweise von Staatsbediensteten.... :Lach:

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Re: Schengen-Visum für die Ehefrau

Beitrag von expat » Mo 10. Mai 2010, 11:35

Es geschehen noch Zeichen und Wunder: Die erste sinnvolle Erwiderung auf meine Fragen ist eben angekommen:
Werner Ihrig, Deutsche Botschaft Bangkok hat geschrieben:Ein Termin muss für Ehepartner Deutscher nicht zwingend vorab vereinbart werden.
Dies ist jedoch sinnvoll, da lange Wartezeiten durch Terminvergabe verhindert werden können.
Nunmehr habe ich gefragt, ob er mittlerweile davon überzeugt sei, dass Ehepartner von EU-Bürgern tatsächlich besondere Bedingungen hätten,
und warum dann die Botschaft diese noch nicht auf der Webseite veröffentlicht hätte.
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Re: Schengen-Visum für die Ehefrau

Beitrag von expat » Mo 10. Mai 2010, 19:55

Das Auswärtige Amt lässt vermelden, ich hätte ja gar keine Frage gestellt.

Meine erste Frage da sah so aus:

Können sie mir bitte kurz bestätigen, ob sich bei der Visaerteilung
für eine Ehefrau, die gemeinsam mit ihrem Ehemann im
außeräuropäischen Ausland lebt und mit ihm gemeinsam 3 Monate in
Europa vornehmlich Deutschland verbringen will, die einzureichenden
Unterlagen geändert haben oder nicht.
Die letzten 7 Jahre war der Antrag, meine Aufenhaltserlaubnis und
Wohnbestätigung im Ausland erforderlich.
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conny
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Re: Schengen-Visum für die Ehefrau

Beitrag von conny » Di 11. Mai 2010, 00:06

Das Auswärtige Amt lässt vermelden, ich hätte ja gar keine Frage gestellt.
Diese Einschätzung wird mit dem fehlenden Fragezeichen zusammenhängen :denk:
Das Motto für Thailand : Ohne Moos nix los !

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Re: Schengen-Visum für die Ehefrau

Beitrag von expat » Di 11. Mai 2010, 08:41

conny hat geschrieben:
Das Auswärtige Amt lässt vermelden, ich hätte ja gar keine Frage gestellt.
Diese Einschätzung wird mit dem fehlenden Fragezeichen zusammenhängen :denk:
Seltsam nur, dass die erste falsche Antwort doch wohl auf eine erkannte Frage schließen lässt.
Einer Legende nach sollten die Schweizer Bürger einen Hut des Diktators Gessler so grüßen als sei er es selbst. Schiller machte aus dem Stoff sein Drama "Wilhelm Tell". Eine solche Funktion hat der Erlass, der freien Bürgern ohne sinnvollen Grund einen Maulkorb anlegt, der nach Expertenmeinungen ihre Gesundheit schädigt.

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