Urheberschutz/ Copyright ...

Somprit

Urheberschutz/ Copyright ...

Beitrag von Somprit » Mi 1. Dez 2010, 09:25

... selbst diese „(un)bedeutende Avatare“ können offensichtlich für unsäglichen Wirbel sorgen ... :denk:


Ein Aufruf an Facebook-Nutzer, das eigene Profilbild gegen das eines Comic-Helden aus der Jugend auszutauschen, sorgt derzeit für Verwirrung.
Viele User des sozialen Netzwerks machten bei dem Spaß mit und bebilderten ihre Avatare mit Kindheitserinnerungen. Nun gibt es Gerüchte, dass der Spaß ernsthafte und vor allem finanzielle Konsequenzen haben könnte. Angeblich müssten Personen, die bei der Aktion mitgemacht haben, mit Abmahnungspost von Anwälten rechnen. Stimmt das wirklich?

... In Windeseile verbreiten sich bestimmte Aufforderungen von User zu User,... ... „Vom 15. bis 21. November solltet ihr euer Profilbild ändern. Nehmt den Comic-Helden eurer Kindheit… Ziel des Spiels ist es, keine echten Köpfe mehr zu sehen sowie eine Woche lang unsere Kindheit wieder aufleben zu lassen!“ So und ähnlich der Wortlaut mehrerer Aufrufe, die in den vergangenen Tagen auf Facebook zahlreiche Nutzer dazu animierte, ihre Profil- gegen Comicbilder auszutauschen.

Doch offenbar ist es ratsam, nicht jeden Trend mitzumachen. Eigentlich sind die lustigen Bildchen von Donald Duck, Bugs Bunny oder Asterix nämlich urheberrechtlich geschützt. Nun häufen sich Warnungen innerhalb der Netzgemeinde, dass die Facebook-User gegen eben dieses verstoßen, indem sie ihr Profilbild durch eines ihres Comichelden ersetzen – ohne vorherigen, legalen Erwerb der Rechte. Und genau aus diesem Grund müssten sie nun mit Konsequenzen rechnen.

Nach anwaltlicher Auskunft könne es in der Tat durchaus sein, dass die Rechteinhaber an den Comic-Zeichnungen gegen Nutzer von Facebook rechtlich vorgehen - diese Möglichkeit sei sogar sehr wahrscheinlich. Die rechtlichen Grundlagen, auf die sich Rechteinhaber beziehen könnten, fänden sich im Urhebergesetz (UrhG). Demnach könnte der Urheber gemäß § 97 UrhG von einem Facebook-Nutzer die Beseitigung der Rechtsverletzung, das heißt die Löschung des verwendeten Comic-Bildes oder die Unterlassung verlangen - in diesem Fall müsste der Nutzer sich verpflichten, künftig das verwendete Bild nicht mehr zu nutzen. Gegebenenfalls kann der Rechteinhaber sogar Schadensersatz vom Facebook-Nutzer verlangen.

Doch nicht nur das: Falls der Facebook-Nutzer eine Abmahnung erhält, muss er gegebenenfalls auch die Abmahnkosten tragen. Diese beliefen sich in einfach gelagerten Erstfällen mit geringer Rechtsverletzung außerhalb des geschäftlichen Verkehrs auf 100 Euro. Liegen die vorgenannten Voraussetzungen allerdings nicht vor, drohen im schlimmsten Fall sogar Abmahnkosten in Höhe von bis zu 1000 Euro.
Abgemahnte Facebook-Nutzer sollten sich in solchen Fällen nicht davor scheuen, anwaltliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Sonst wird aus Spaß am Ende eben doch Ernst.
Teil-entnommen: http://de.news.yahoo.com/34/20101122/tt ... c422d.html

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Re: Urheberschutz/ Copyright ...

Beitrag von expat » So 20. Mär 2011, 15:05

Wozu soll ich Facebook oder so was nutzen, da ich doch mein Forum habe? :Lach:
Einer Legende nach sollten die Schweizer Bürger einen Hut des Diktators Gessler so grüßen als sei er es selbst. Schiller machte aus dem Stoff sein Drama "Wilhelm Tell". Eine solche Funktion hat der Erlass, der freien Bürgern ohne sinnvollen Grund einen Maulkorb anlegt, der nach Expertenmeinungen ihre Gesundheit schädigt.

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Re: Urheberschutz/ Copyright ...

Beitrag von Styx » So 20. Mär 2011, 17:14

Ich halte das Problem des Urheberrechtschutzes tatsächlich auch für ein Problem - und Expat, die auf diesem Feld agierenden Anwälte kümmert es wenig ob solche "(Urheberechts-)Vergehen" sich auf einem privat/persönlich angelegten Forum oder auf Facebook abspielen. Entscheident dürfte ausschließlich die Möglichkeit sein, dort einen öffentlichen Zugang angeboten zu haben.
Ich empfehle der Vorsorge Rechnung zu tragen und Avatare daraufhin zu prüfen ob diese sich tatsächlich urhebrrechtlich in einer Grauzone befinden und dieses dann zu korrigieren.
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Re: Urheberschutz/ Copyright ...

Beitrag von expat » So 20. Mär 2011, 17:17

Bei Waitongs Avatar bin ich mir nicht sicher.
Stammt von dieser Seite:
http://www.aeromet.tmd.go.th/index.asp
Einer Legende nach sollten die Schweizer Bürger einen Hut des Diktators Gessler so grüßen als sei er es selbst. Schiller machte aus dem Stoff sein Drama "Wilhelm Tell". Eine solche Funktion hat der Erlass, der freien Bürgern ohne sinnvollen Grund einen Maulkorb anlegt, der nach Expertenmeinungen ihre Gesundheit schädigt.

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Re: Urheberschutz/ Copyright ...

Beitrag von Styx » So 20. Mär 2011, 19:04

Wer ist "Waitong"?
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Re: Urheberschutz/ Copyright ...

Beitrag von expat » So 20. Mär 2011, 21:31

Styx hat geschrieben:Wer ist "Waitong"?
Bist du das nicht?
Einer Legende nach sollten die Schweizer Bürger einen Hut des Diktators Gessler so grüßen als sei er es selbst. Schiller machte aus dem Stoff sein Drama "Wilhelm Tell". Eine solche Funktion hat der Erlass, der freien Bürgern ohne sinnvollen Grund einen Maulkorb anlegt, der nach Expertenmeinungen ihre Gesundheit schädigt.

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Re: Urheberschutz/ Copyright ...

Beitrag von Styx » So 20. Mär 2011, 23:31

Habe ich nicht an anderer Stelle dieses Forums gelesen, daß man hier nicht beleidigt wird?
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Re: Urheberschutz/ Copyright ...

Beitrag von expat » So 20. Mär 2011, 23:35

Styx hat geschrieben:Habe ich nicht an anderer Stelle dieses Forums gelesen, daß man hier nicht beleidigt wird?
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Haste mal 'n Link?
Einer Legende nach sollten die Schweizer Bürger einen Hut des Diktators Gessler so grüßen als sei er es selbst. Schiller machte aus dem Stoff sein Drama "Wilhelm Tell". Eine solche Funktion hat der Erlass, der freien Bürgern ohne sinnvollen Grund einen Maulkorb anlegt, der nach Expertenmeinungen ihre Gesundheit schädigt.

Somprit

Re: Urheberschutz/ Copyright ...

Beitrag von Somprit » Mo 21. Mär 2011, 12:35

... nun dann weg mit Eurem Geplänkel und wieder hin zum Urheberrecht ...

Der ewige Streit um das Urheberrecht

Seit 2006 ziehen zwei große Tageszeitungen im Streit mit dem Internetportal Perlentaucher durch alle Instanzen. Doch auch der Bundesgerichtshof beendete den Fall noch nicht.
Manche Sachen brauchen ein wenig länger: Bereits vor rund vier Jahren wies das Landgericht Frankfurt am Main Klagen der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ sowie der „Süddeutschen Zeitung“ gegen den Internetdienst Perlentaucher ab. Beide Zeitungen hatten das digitale Kulturmagazin vor Gericht gebracht, weil sie durch die täglich von Perlentaucher erstellte Presseschau ihre Urheberrechte verletzt sehen. Die Kläger ließen nicht locker, der Fall wanderte über ein Berufungsgericht bis zum Bundesgerichtshof – und der hätte heute den langen Rechtsstreit eigentlich mit einem Urteil beenden können. Doch es geht weiter.

Wo endet das Zitat?

Der Fall Perlentaucher wird von Rechtsexperten und Medienbranche mit großer Aufmerksamkeit verfolgt, denn er könnte weitreichende Auswirkungen auf die Urheberrechtspraxis im Internet haben. Die große Frage: Wo endet das Zitat, wo beginnt die unberechtigte Nutzung von fremden Inhalten? Perlentaucher erstellt Zusammenfassungen der Inhalte von Buchrezensionen der großen Tageszeitungen und veröffentlicht sie im Rahmen einer Presseschau auf seiner Webseite. Neben der inhaltlichen Wiedergabe der Grundthesen aus den Zeitungsartikeln finden sich darin auch aussagekräftige Passagen aus den Originaltexten, die meist als Zitat gekennzeichnet sind. ...

Laut „FAZ“ und „Süddeutsche Zeitung“ kommt es durch die Lizenzierung an Dritte zu einer Verletzung des Urheberrechts sowie von Markenrechten und einen Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht. Konkret gesagt: In ihren Augen verdient Perlentaucher mit Inhalten Geld, die dem Portal gar nicht gehören. Zwar entschieden bislang alle Instanzen gegen die Kläger – doch nun geht es von vorne los. Statt eines abschließenden Votums hat der Bundesgerichtshof die Berufungsurteile aufgehoben und an das zuständige Gericht zurückverwiesen. Dort muss der Sachverhalt nun unter enger definierten Kriterien neu bewertet werden, da im Vorfeld nicht die richtigen rechtlichen Maßstäbe angelegt und nicht alle relevanten Umstände berücksichtigt worden seien.

Kein Schutz für gedanklichen Inhalt

Zwar bestätigten die für Urheberrecht zuständigen Richter des Bundesgerichtshofes die Auffassung der vorherigen Instanz, dass die urheberrechtliche Zulässigkeit allein davon abhänge, ob es sich bei den Zusammenfassungen um eigenständige Werke handele. Doch die Beurteilung dieser Eigenständigkeit müsse im jeweiligen Einzelfall geklärt werden. Dabei, so die Richter in ihrer Entscheidung, sei zu berücksichtigen, dass in der Regel nur konkrete Sätze, nicht aber der gedankliche Inhalt einer Buchrezension urheberrechtlichen Schutz genieße. Zudem ist es demnach grundsätzlich erlaubt, den Inhalt eines anderen Textes in eigenen Worten zusammenzufassen – und das Ergebnis dann auch zu verwerten.
http://www.focus.de/digital/internet/pe ... 77509.html

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Re: Urheberschutz/ Copyright ...

Beitrag von expat » Mo 21. Mär 2011, 13:34

Na wie gut, dass wir uns alles alleine ausdenken.
Einer Legende nach sollten die Schweizer Bürger einen Hut des Diktators Gessler so grüßen als sei er es selbst. Schiller machte aus dem Stoff sein Drama "Wilhelm Tell". Eine solche Funktion hat der Erlass, der freien Bürgern ohne sinnvollen Grund einen Maulkorb anlegt, der nach Expertenmeinungen ihre Gesundheit schädigt.

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