LAOS 2013,das Jahr der Schlange

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OttoNongkhai
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LAOS 2013,das Jahr der Schlange

Beitrag von OttoNongkhai » So 17. Feb 2013, 15:04

Bin gerade von meiner Fahrt aus der Lao Bergwelt im Sueden zurueck und muss feststellen,es hat sich fuer mich nicht gelohnt.

Staubige,enge Bergstrassen voller Schlagloescher ,oder rote Sandpisten und dazu die dunstige ,halskratzende Hitze.
Die Landshcaft war mit einer dicken Staubschicht bedeckt und die teils dreckigen Orte wirkten irgendwie trostlos und traurig.
Als Oesterreichliebhaber bin ich entteuscht,habe aber eigentlich nichts anders erwartet.

Ich kann schon die Lao Loum verstehen die sich nur am Ufer des Mekhongs wohl fuehlen,denn Wasser ist in Asien sehr wichtig und man fuehlt sich auch irgendwie wohler und frischer wie auch die gruenere Landschaft in Mekhongnaehe dokumentiert.

hier die Einzelheiten:
Unseren Stuetzpunkt hatten wir in dem Touristenort Pakxe also in Suedlaos wo es immer etwas heisser ist als wie in den uebrigen Landesteilen.
Ein einfaches Strassen-Guest House fuer Laoten mit See und angeschlossenem Lokal,Zimmer mit AirCon fuer 50.000 Kieb ca 190 Bath ca.10 KM ausserhalb von Pakxe.
Man sollte den Raum aber vorher selbst reinigen
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Die Innenstadt ist teils aufgerissen weil die Kanalisitation neu gebaut wird und somit liegt ueber Pakxe eine dicke Staubschicht.

Der Ort ist auch voller Farangs die weiter Richtung Kambodscha und den naturbelassenen,viertausend Inseln mit Don Det als Hauptinsel fahren und sich kleidermaessig der Staubschicht angepasst haben.

Einige wenige mieten sich Mopeds und erforschen die angrenzenden Bergwelt des Bolaven Plateaus das auf 1000 m Hoehe liegt und angeblich etwas kuehler sein soll als das heisse Pakxe.
Das merkt man aber nur in den Morgenstunden,tagsueber kann man seine Eier auf den Strassen braten lassen.

Die Strasse Nr.23 steigt staendig an.Zuerst faehrt man an einer grossen ,weissen Kaffeefabrik vorbei die man auch besichtigen kann.
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Der Morgen daemmert noch ,es ist ziemlich kalt und vor den Holzhaeusern steigt ueberall eine Rauchwolke auf und der Dunst gemischt mit der Morgenroete wirkt irgendwie gespenstig.
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Bei KM 38 liegt der TAN FAN Wasserfall der 120 m faellt und somit einer der bedeutensten Faelle von Laos ist.
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Man biegt im Ort Ban Itou rechts in einen Schotterweg ab und kommt nach 800 m zu einem Parkplatz wo einem aufdringlisch Kaffee angeboten wird.Dann zahlt man 5000 Kieb geht ein paar Meter weiter und kann den Wasserfall bewundern.
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So ein Rinsal schaffe ich auch noch,nach 10 Flaschen Bier Laos! :Walter:
Angenzend ist auch ein Resort http://www.tadfane.com und ein Lokal wo man teuer den einheimischen,starken Kaffe geniessen kann.
Bei mir loest der Kaffee Verstopfungen auf!

Dort traf ich auch mal wieder das,auf was ich in Asien keinen Wert lege ,einen aroganten besserwisserischen Hollaender der im Restaurant aushilft ,in Paksong wohnt und den Kaffee in Pulver zerlegt.

Man kann die Gegend auch bewandern mit oder ohne Fuehrer,man sollte nur den hier lebenden Tigern aus dem Wege gehen.

Die ganze Sache lohnt nicht ,ist aber jedermanns eigene Einstellung und Geschmack!
Vieleicht werde ich in Asien langsam wasserfallmuede,besonders den touristisch vermarkteten.

FF.

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OttoNongkhai
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Re: LAOS 2013,das Jahr der Schlange

Beitrag von OttoNongkhai » So 17. Feb 2013, 17:34

Weiter geht es auf der Strasse bis km 52 wo der kleine Ort Paksong ,Laos Kaffezentrum liegt.

Interessant ist vieleicht der Markt und das man hier viele Mon Khmer Voelker treffen kann.(Laven ,Nya ,Heun ,Oy ,Ta Oy und Alak)

Angebaut wird auch Tee,Kardamom,Obst (Erdbeeren),Gemuese und Pfeffer,also geh hin wo der Pfeffer wechst.
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Laos wichtigster Behaelter ,die Klebereisbox
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Uebernachtungsmoeglichkeiten gibt es auch zum Testen war es noch zu frueh.

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Re: LAOS 2013,das Jahr der Schlange

Beitrag von OttoNongkhai » So 17. Feb 2013, 17:40

So,wer jetzt die Strasse Nr.23 weiterfaehrt kommt in eine wilde,kaum erschlossene Gegend und sollte keine Staublunge haben.
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Die Strasse ist erst im Bau und wer kein guter Fahrer ist sollte lieber die oestliche Umfahrung nehmen um zur Strasse Nr.16 zu kommen die ueber Sekong nach Attapeu fuehrt.
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Wir haben die gefaehrliche Abkuerzung genommen und manchmal dachte ich,gleich landen wir auf der sandigen,steinigen Piste in einem Graben oder den Abhang hinunten.
Die gefaehrlichsten Passagen habe ich nicht bebildert,musste mich mit beiden Haenden festkrallen.
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Die Strecke war kaum befahren,an manchen Stuecken waren Strassenmaschinen bei der Arbeit und auch
2 x begegneten wir abenteuerlustige Farangs auf ihrem verdreckten Moped.

Wer hier liegenbleibt kann lange auf Hilfe warten.

In dieser Gegend sieht man die noch unbefleckte Schoenheit von Laos,denn Laos besteht zum groessen Teil aus unzugaenglichen Gebieten,ohne Strassen und Wege und auch Banditenunwesen soll es hier noch geben.
Bodenschaetze sind auch genug vorhanden,nur der Abtransportweg fehlt zum Glueck noch.

Auch die Tropenwaelder sind hier noch unzerstoert und die Tierwelt bis hin zu Tigern und Elefanten ist einzigartig.

Wir waren aber wieder froh als wir auf der sicheren Nr 16 Strasse nach Attapeu waren und der Wagen noch funktionstuechtig war.

Attapeu und Sekon sind unscheinbare ,staubige Orte und dienen den Touristen hauptsaechlich als Quatier um von dort Mopedtouren zu den vielen Wasserfaellen und Khmer Mon Doerfer zu unternehmen.
FF.

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Re: LAOS 2013,das Jahr der Schlange

Beitrag von OttoNongkhai » So 17. Feb 2013, 22:30

Die ganze Gegend stand unter starken Bombenabwurf der Amis im Vietnamkrieg und in Sekong blieb kein Stein auf dem anderen.

Ca.35 KM vn Attapeu ist die Vietnam Grenze die ueber die fertig gestellte Bruecke die den Sekong River ueberquert zu erreichen ist.
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Man kann auch Bootsfahrten auf dem Sekong River unternehmen.

Attapeu wird auch wilder Osten von Laos genannt .Dort gibt es viele Parkanlagen darum der Name Gartenstadt.
Bei dem starken Hitzedunst war aber kaum was zu sehen.

Uebersetzt heist Attapeu Bueffelscheisse,wenigstens haben die Lao Loums die Stadt so getauft.
Schmutzige,staubige Unterkuenfte fuer unter 20 USD gibt es genug,die Betten habe ich aber nicht getestet da wir bei Familie untergekommen sind.
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Wie geschrieben mit geliehenen Moped lassen sich interessante Touren am Ende der Welt unternehmen und wer ein jeepartiges Auto mit Vorderradantrieb hat ist auf der besten Seite.

FF.

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Re: LAOS 2013,das Jahr der Schlange

Beitrag von OttoNongkhai » So 17. Feb 2013, 22:45

Ich habe die vielen Formen von Holzhaeusern in der besuchten Gegend bewundert,
unten luftig und die Wohnflaesche auf Pfaehlen 2.5 Meter ueber dem Boden.

Da viele Laoten sehr kleinwuechsig sind kann die Hoehe aber auch mal nur 1,60 sein und man stoest sich laufend den kopf wie beim Haus der Eltern meiner Laotin.

Die Holzbauweise ist fuer mich die einzige,bevorzugte Wohnart im heissen Asien.
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Man sieht aber immer mehr Steinbungalows die backofenartige Waerme besonders bei Nach ausstrahlen und die Aircon bemueht sich aechsend etwas chemische Kuehle vorzugaukeln.
Nichts fuer mich.

Die Holzquallitaet sollte aber gut sein und man sollte das Holz so pflegen wie seine Frau.


Zurueck ging die Fahrt dann ueber die Provinzhauptstadt Sekong nach Pakxe
der Markt von Sekong mit suessen,kleinen Vietmandarinen.
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Ich war dann aber irgendwie froh als wir nach unseren 460 km Tripp wieder den Mekhongfluss vor uns sahen,denn Wasser ist bei dieser Hitze schon wichtig und in den heissen ,unterbevoelkerten Bergregionen gab es wenig Wasser und darum war auch alles so dreckig und staubig dort.
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Re: LAOS 2013,das Jahr der Schlange

Beitrag von expat » Mo 18. Feb 2013, 21:54

Danke, Otto. Schöner Bericht und schöne Fotos.
Einer Legende nach sollten die Schweizer Bürger einen Hut des Diktators Gessler so grüßen als sei er es selbst. Schiller machte aus dem Stoff sein Drama "Wilhelm Tell". Eine solche Funktion hat der Erlass, der freien Bürgern ohne sinnvollen Grund einen Maulkorb anlegt, der nach Expertenmeinungen ihre Gesundheit schädigt.

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Re: LAOS 2013,das Jahr der Schlange

Beitrag von OttoNongkhai » Di 19. Feb 2013, 13:32

Bruecke in Pakxe ueber den Mekhong zur Thai Grenze
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ein teures Hotel am Mekhong
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Einspurige Bruecke in noerdlicher Richtung nach Savannaketh 240 km
Man muss lange warten bis der Gegenverkehr durch ist,aber was ist schon Zeit in Asien
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der Laos Reisschnaps,hier im 5 l Benzinkanister vernebelt die Sinne
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und hier der noch starkere Kraeuterbruder
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und wenn man dann noch den laotischen Flattermann,guyjang nachschiebt ist die Wirkung des Lao Laos nicht mehr so stark
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Laos ist eigntlich ein trostloses Land,duerre,ausgetrocknet wo die Farben grau-braun-gelblich hervorstechen.

Trotzdem hat Laos versteckte Schoenheiten und schon der Laote und seine Sitten,die dem Isaan aehnlichen macht dieses Land reisenswert.Nur zum hier leben tut sich der kapitalistische Farang sehr schwer.

FF

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Re: LAOS 2013,das Jahr der Schlange

Beitrag von OttoNongkhai » Di 19. Feb 2013, 13:36

Viet/chinesischer Friedhof,um dieser Zeit schlafen die Geister noch.
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Besuch des Geburtortes meiner Laotin,ein Seitenfluss des Mekhongs naehe Pakxe.
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Hier laesst sich angenehm leben,aber leider ist Grundbesitz hier nicht moeglich sondern alles ist in
komunistischer Hand und wird nur an Staatsdiener verpachtet.
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der Komunismus ist ueberall allgegenwaertig

Fahrpreis pro Person 1000 Kieb.Manchmal kippt die Faehre um und dann......
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Als dann ein entfernter Verwandte meiner Laotin zuviel Reisschnaps konsermiert hatte und Farangs mit Steinen bewar haben wir diesen gastfreundlichen Ort fluchtartig verlassen.

PS.Er hat mich nicht getroffen,Besoffene haben eben kein Zielwasser :Lach:
FF.

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Re: LAOS 2013,das Jahr der Schlange

Beitrag von OttoNongkhai » Di 19. Feb 2013, 13:40

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mein Boot wartet.

Hier wird fleissig getrunken und gespielt und das mitten auf dem See natuerlich mit lauter Beschallung.
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Was kann man hier anderes machen ausser Reis anbauen und Kinder kriegen.
Manche Farangs hoeren in Laos sogar den Reis wachsen,bei diesem Kindergeschrei fuer mich
nicht nachvollziehbar.
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Re: LAOS 2013,das Jahr der Schlange

Beitrag von OttoNongkhai » Di 19. Feb 2013, 15:50

Haben dann doch ein kleines Grundstueck an der Hauptstrasse Pakxenaehe gekauft (20 x 30 Meter)
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fuer 52.000.000 Kieb = ca.200.000 Bath.
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Vieleicht setzten wir da mal ein kleines Holzhaus drauf sonst wird Klebereis angebut
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Kleiner Ort am Mekhong 15 km noerdlich ausserhalb Paxe mit Namen Ban Saphai und angeschlossener Insel Don Kho,ist im Reisefuehrer zu finden und somit in touristischer Hand,auch die Preise.
Bekleidung soll hier aber billiger sein als wie in Pakxe.
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der Lao Wickelrock Sin Mai Lao ohne ihn darf Frau in Laos keine Behoerde betreten,auch komunistischer Zwang.
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Natuerlich darf das Foeh,die laotische Nudelsuppe nicht fehlen sonst laeuft der Motor nicht.
Was sonst noch drin ist weiss paeter nur der Magen.
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FF.

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