LAOS, ein schoenes Land hat seine Probleme!

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OttoNongkhai
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Re: LAOS, ein schoenes Land hat seine Probleme!

Beitrag von OttoNongkhai » Mo 23. Feb 2009, 15:19

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Re: LAOS, ein schoenes Land hat seine Probleme!

Beitrag von OttoNongkhai » Di 24. Feb 2009, 23:00

Luang Namtha
Man kann von Luang Phrabang weiter nach Luang Namtha (mit Pick Up)

Luang Namtha ist eine nordoeestliche Provinz in Laos,
grenzt an die Nachbarlaender Burma und China.

Es hat dicht bewaldete Gebirge und ein langgestrecktes Hochland.
Aufgrund weniger hoher Gipfel von 500 - 2000 m herrscht hier ein kuehleres Klima als im Sueden.
Bekannt ist Luang Namtha dafuer,dass hier ueber 30 verschiedene ethnische Gruppen leben,z.b.die Hmong=Meo und Yao und dies auf nur ca. 9.300 qkm Ausdehnung und einer geschaetzten Bevoelkerungszahl von 120.000 Menschen.

Hier wird zunehmend Tee und Baumwolle angepflanzt und verdraengt die illegale Anpflanzung von Monblumen fuer Opiungewinnung.
50 km hinter der uninteressanten,staubigen Stadt Luang Nantha befindet sich die Grenze zu China in Boten/Mengla (China).
Mit Chinavisa im Pass kann man die Einreise nach dem Land der Mitte wagen
,ueber Jinghong/Yunan bis nach Kunming (2000m) und weiter.
Hier ist auch eine internationale Strasse/Eisenbahnlinie geplant,die dann Thailand mit China verbindet und dem Tourismus foerdern soll.

Phone Savan und die Ebene der Tonkruege (Thong Hay Hin),"plain of jars"
Es handelt sich um 300 grosse Steingefaesse von 1-2,5 m Hoehe.
Die Wissenschaftler wissen bis heute nicht genau,aus welchem Material die Kruege bestehen und was ueberhaupot darin aufbewart wurde.

Die Umgebung wurden durch die Amis mit einen Bombenteppisch gespikt,also vorsicht beim unkontrollieren rumlaufen.

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Re: LAOS, ein schoenes Land hat seine Probleme!

Beitrag von OttoNongkhai » Mi 25. Feb 2009, 14:18

In den Morgenstunden,Nebel liegt noch gespenstig in den Gassen,geht es ab nach Pakxe,
Der verrostete Bus ruckelt puenklich um 7 am.an und kostet 35.000 Kib

Im Bus bekommt man schnell Kontakt zu allen Mitreisenden,ist ja eine eingeschworene Leidensgemeinschaft bei teils schlechter Strasse bis zur Endstation,wenn der Bus bis dahin durchhaelt.

PAKXE,ca.60.000 Einwohner
Die beiden Busbahnhöfe (Sued und Nord) liegen,zur Freude der motorisierten Samlorfahrer je 10 km ausserhalb des Zentrums.Die Fahrt kann schnell mal 15.000 Kieb kosten!
Von Norden kommend überquert man eine Brücke mit Ampelanlage (einspurig) und ist bereits im Zentrum.
Hotel Lankkam saubere Zimmer für 5-10 USD mit Sat-TV,Eisschrank und AirCon.
Nudelküche,Internet und einigen Reisebüro's für Touren und Visa sind in der Naehe.
Auch ein Inder bietet hier seine Roties/Currys an,aber so etwas ißt man doch lieber in Indien,oder?

Was gibt es noch:
Floting-Restaurants mit leckeren Gerichten

Massagen,Sauna,ein grosser New Markt.
Viele alte,bunte Tempel (Wat)

Ein Bergmassiv im Hintergrund,den Weg nach Oben habe ich noch nicht gefunden.
Eine Brücke ,von Japanern gebaut.Hier ist auf beiden Seiten Laos.
Im Champasack Palce Hotel,Zimmer für 25-40 USD ,war mal der Königspalast.

Tipp:Bootfahrt nach Don Khong 6-10 Std für 3-5 USD.

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Re: LAOS, ein schoenes Land hat seine Probleme!

Beitrag von OttoNongkhai » Mi 11. Mär 2009, 13:47

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Re: LAOS, ein schoenes Land hat seine Probleme!

Beitrag von OttoNongkhai » Mi 11. Mär 2009, 13:49

40 km von Pakxe ist der Grenzort Vang Tao /Chong Meck.
Von hier durchquerrt man einen Nationalpark und kann dann Ubon in Thailand erreichen und weiter mit dem Nachtexpress nach Bangkok rattern.

Hier beginnt Thailand.
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Weitere interessante Ziele sind Attapeu,20.00 Seelen in der Nähe von Vietnam,
Sekon Province,19.000 Seelen,
Salavan,80.000 Bewohner.
Hierhin verirren sich kaum Touris,die Natur ist atemberaubend,die N?chte k?nnen kühl werden,es gibt wilde Tiere,frisches Obst und Gemüse.
Englisch spricht kaum jemand,aber daf?ü etwas Französisch.
Unterkünfte sind zu finden,aber ohne viel Konfort.

Es geht weiter mit Champasak

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Re: LAOS, ein schoenes Land hat seine Probleme!

Beitrag von OttoNongkhai » Mo 16. Mär 2009, 13:55

Champasak
Hier leben ca. 500.000 Laoten.
Vor 30 Jahren regierte hier noch ein dicker Koenig,eine Art Playboy der den Jungfrauen in dieser Province nachjagte und sie zur Ehefrau machte.

Faehre nach Champasak,eine matschige Angelegenheit und ab und zu geht sie unter,also vorher Freischwimmer machen.
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7 km suedlich vom Ort liegt Wat Phu Chumpasak,ein Khmer Tempel aus der Angkor Periode ist der Grund,warum viele Touristen diese Gegend bereisen.
Eintritt Auslaender 3 USD,Laoten 3000 Kieb,ja die Laoten lernen schnell!
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Der gemuetlich,ruhige Ort Chumpasak liegt neben dem Mekhong und die einzige Strasse in dieser Gegend zieht sich durch den Ort,parallel zum Mekhong.
Gegen 21 Uhr wird der Ort zum Geisterort,nur in den Guest Haeusern kann man noch laenger herumsitzen,essen und trinken und die Mekhongromantik geniessen,besonders bei Vollmond.
Saythong GH,ab 2 USD.

Der Ort Chumpasak ist irgendwie eine Sackgasse,im Ruecken liegt Thailand,vorne der Mekhong und nach links und rechts gibt es nur Sandwege!

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Re: LAOS, ein schoenes Land hat seine Probleme!

Beitrag von OttoNongkhai » Di 17. Mär 2009, 11:53

Wir fahren zum suedlichen Ende von Laos ,Si Phan Don (4000 Inseln)
fuer mich einer der schoensten Gegenden Laos.
Der Mekhong splittet sich hier in mehrere Mekhongarme auf und erreicht somit eine Breite von 14 km.

Dazwischen liegen die 4.000 Inseln,eine Umgebung zum traeumen und relexen.

Don Khong,Muang Khong,Muang Saen sind die ersten Punkte die wir ansteuern.

Es gibt 2 Faehren nach Don Khong,aber Touristen werden zum teueren Boot gebracht.
Muang Khong Gust H,5-15 USD

Es existiert eine betonierte Rundstrasse und Strom ist acu vorhanden.

Hier kann man auch in einfachen Bambushuetten uebernachten.
Muang Khong Pan River GH,5-10 USD.

In Muang Saen gibt es nur ein altes Holzhotel mit wackligen/loeschrigen Fussboden fuer 5 USD.
Hier ist auch die Bootanlegestelle von Pakse kommend und wir haben Blick auf den Urwald von Kambodscha.
Hier findet auch der kleine Grenzverkehr fuer Laoten und Khmer statt und nachts sind die Schmugler unterwegs.
Ein kleines Restaurant auf einem Boot und nette Laoten machen den Ort fuer uns zu einer kleinen Oase.
Wir kochen ja selbst und der kleine Markt hat genug Leckereien bzw. Fisch vorraetig.

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Re: LAOS, ein schoenes Land hat seine Probleme!

Beitrag von OttoNongkhai » Mi 18. Mär 2009, 12:17

Weitere 20 km auf der Strasse Nr.13 liegt Ban Nakasan.Hier ist die Faehre -fuer Langnasen Sonderpreise- (schmales Langboot nach Don Det,Don Som,Don Khon)

Auf den Inseln unzaehlige Bungalo''s und Holzhuetten,viele ohne Strom und auch etwas feiner,das Souksan Hotel,3-10 USD.
Der Stromgenerator wird um 9 pm. abgestellt also Taschenlampe nicht vergessen,sonst landet ihr im Graben.

Eine Gegend wo man viele Hippies trifft die Gras rauchen und ihren Rausch ausschlafen.
Wenn man etwas abseits wandert,oder den Vormittag bevorzugt kommt man zu traumhaften Orten und Plaetzen und das Paradies liegt vor einem.
Auch hier den Sonnenuntergang zu erleben ist traumhaft.

Keine Autos,vereinzelt Mopeds,Fahrraeder,
alte Bruecke aus der franzoesischen Epoche,
Wasserfaelle bei Don Lay ,alte Eisenbahn (history railway) ,Irrawaddy-Delphine,weisse Sandstraende und
ueberall der Mekhong der sich braungruen durch die Gegend schlaengelt,gurgelnd und sich nach Cambodscha ergiesst.

Die gruene Grenze ist hier leicht zu ueberqueren und das wird reichlich genutzt.Der Schmuggel blueht.

Hinter der alten Bruecke ist ein kleines Kassenhaeuschen und man muss fuer das Paradies taeglich 8.000 Kib Eintritt abdruecken.
Der Kassierer ist sehr freundlich und erklaert einem den weitlaeufigen Sandweg.

Ab 5 pm. ist das Kassenhaus leer und man kommt umsonst weiter.

Man isst an kleinen Lao Garkuechen wunderschoen am Fluss gelegen,wenn man nicht auf Farangfrass und Panncake steht.
Foeh= Nudelsuppe zu 10.000 Kib.
Bier,die Flasche zu 12.000 Kieb ist leider etwas teuer
Kleine Bambusrestaurants auf Pfaehlen in den Mekhong gebaut sind willkommene Ruheplaetze.
Die Preise sind aber schon dem Tourismus angepasst.

Wer hier nachts unterwegs ist sollte eine gute Taschenlampe mitbringen,denn der Stromgenerator wird oft um 9 pm abgestellt und ich muss mich muehsam 5 km durch die Nacht tasten immer am Rande des Mekhongs entlang ohne reinzufallen.

Wasserfaelle bei Don Lay
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Eine alte Erzbahn der Franzosen.die Reste sieht man hier und ein kaputter Otto der 10 km gelaufen ist und den Rueckweg im Dunkeln und ohne Lampe noch vor sich hat.
Die Schienen sind verschwunden,aber man kann die 10 km Strecke noch gut verfolgen bzw den Bahndamm erahnen.
Schiffe aus Vietnam und Cambodscha wurden am Ende der Bahnstrecke entladen und die Fracht mit der damals einzigen Eisenbahn Laos transportiert ,an den Stromschnellen und Wasserfaellen vorbei.

Es geht weiter zum Khon Phapheng Wasserfall,ein gigantische Naturschauspiel wo sich der Mekhong in die Tiefe stuerzt.
Eintritt 10.000 Kieb.

Khong Phapheng (Getoese des Mekhongs) ist der groesste Wasserfall Asiens.
Hier stuerzt das Wasser einer der Mekhongarme bis zu 18 m in die Tiefe und die gelblich-rote Farbe des Flusses verwandelt sich in weisse ,brodelnde Gischt.
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Ein gewaltiges Naturschauspiel,dass man sich nicht entgehen lassen sollte.
Auch Irrawaddy-Delphine kann man beobachten die hier noch
in einer unberuehrten Natur leben.

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Re: LAOS, ein schoenes Land hat seine Probleme!

Beitrag von expat » Mi 18. Mär 2009, 12:42

Hallo Otto,

Ein Bild habe ich mal als Anreiz vergrößert, um bei der Gelegenheit mal wieder darauf hinzuweisen, dass alle deine Bilder klickbar sind. Das sollte man auch machen.
Einer Legende nach sollten die Schweizer Bürger einen Hut des Diktators Gessler so grüßen als sei er es selbst. Schiller machte aus dem Stoff sein Drama "Wilhelm Tell". Eine solche Funktion hat der Erlass, der freien Bürgern ohne sinnvollen Grund einen Maulkorb anlegt, der nach Expertenmeinungen ihre Gesundheit schädigt.

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Re: LAOS, ein schoenes Land hat seine Probleme!

Beitrag von expat » Do 19. Mär 2009, 09:38

Henk hat geschrieben:So vergrößert betrachtet, erinnert mich das schwer an meine defekte Toilettenspülung. :grin:
Ich sag' dazu jetzt mal nichts.
Einer Legende nach sollten die Schweizer Bürger einen Hut des Diktators Gessler so grüßen als sei er es selbst. Schiller machte aus dem Stoff sein Drama "Wilhelm Tell". Eine solche Funktion hat der Erlass, der freien Bürgern ohne sinnvollen Grund einen Maulkorb anlegt, der nach Expertenmeinungen ihre Gesundheit schädigt.

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