Die deutsche Botschaft warnt.

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expat
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Die deutsche Botschaft warnt.

Beitrag von expat » Sa 1. Mär 2008, 15:48

Insbesondere in den Tourismushochburgen Pattaya, Koh Samui und Phuket häufen sich die Fälle, in denen ausländische Touristen von nicht versicherten Jet-Ski-, Motorrad- und Autoverleihfirmen wegen zum Teil angeblich durch sie verursachte Schäden finanziell in einer Weise in Anspruch genommen werden, die in keinem Verhältnis zum tatsächlich entstandenen Schaden steht. Oft werden die örtlichen Polizeidienststellen eingeschaltet, die den Touristen androhen, eine Ausreisesperre zu verhängen, falls die völlig überhöhten „Schadensersatzsummen“ nicht sofort bezahlt werden. Die Botschaft warnt daher dringend davor, die Angebote nicht ausreichend versicherter Anbieter in Anspruch zu nehmen. Sicherheitshalber sollte vor Anmietung der Anbieter hierzu befragt werden.
Zu warnen ist ferner vor dem Erwerb von Wohnrechten in Ferienclubs (Time Sharing Modelle). In vielen Fällen werden die Leistungen nicht in der vertraglich zugesicherten Weise erbracht. Zudem ist es entgegen der vertraglichen Vereinbarung häufig nicht mehr möglich, die Wohnrechte zu veräußern oder zu tauschen. Eine Durchsetzung eigener Rechte scheitert in der Regel daran, dass die Firmen nach kurzer Zeit verschwinden.
In letzter Zeit sind deutsche Urlauber in Phuket (Patong) wiederholt Opfer von Banden geworden, die - offenbar im Zusammenwirken mit korrupten Polizeibeamten - Touristen Bagatelldelikte (Diebstahl von Uhrenimitaten etc.) unterstellen, um danach Geld zu erpressen. Wird diese Forderung abgelehnt, wird Anzeige bei der Polizei angedroht. Es wird dringend geraten, in diesen Fällen unverzüglich telefonischen Kontakt mit der Botschaft (02 2879000 während der Dienstzeiten und 01 8456224 Bereitschaftsdienst) aufzunehmen . Nur so besteht die Möglichkeit durch eine entsprechende Intervention der Botschaft ggfls. zu verhindern, dass die Betroffenen wegen nicht begangener Bagatelldelikte evtl. in lange Untersuchungshaft genommen werden und überhöhte Kautionszahlungen verlangt werden, bzw. korrupte Anwälte durch die Polizei "vermittelt" werden. Sollte eine Kontaktaufnahme mit der Botschaft nicht gelingen, sollte bei einer evtl. Inhaftnahme darauf bestanden werden, dass die Botschaft durch die Polizei unverzüglich unterrichtet wird.
Einer Legende nach sollten die Schweizer Bürger einen Hut des Diktators Gessler so grüßen als sei er es selbst. Schiller machte aus dem Stoff sein Drama "Wilhelm Tell". Eine solche Funktion hat der Erlass, der freien Bürgern ohne sinnvollen Grund einen Maulkorb anlegt, der nach Expertenmeinungen ihre Gesundheit schädigt.

conny
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Beitrag von conny » Di 4. Mär 2008, 04:16

Ist ja grundsätzlich nichts Neues, dass Touristen in Thailand ausgenommen und/oder übers Ohr gehauen werden, sofern machbar.

Trotzdem interessant, dass jetzt sogar die Botschaft warnt :cool: Dann scheinen die nun wohl wirklich häufiger mit Inhaftierungen in solchen Fällen zu tuen zu haben :cry:
Das Motto für Thailand : Ohne Moos nix los !

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expat
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Beitrag von expat » Di 4. Mär 2008, 13:30

Hallo conny,
da bist du ja noch. :cheers:
Einer Legende nach sollten die Schweizer Bürger einen Hut des Diktators Gessler so grüßen als sei er es selbst. Schiller machte aus dem Stoff sein Drama "Wilhelm Tell". Eine solche Funktion hat der Erlass, der freien Bürgern ohne sinnvollen Grund einen Maulkorb anlegt, der nach Expertenmeinungen ihre Gesundheit schädigt.

conny
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Beitrag von conny » Fr 7. Mär 2008, 02:18

Hi Peter,

natürlich bin ich noch da. Wenn auch oft eher still und leise :angel:
Das Motto für Thailand : Ohne Moos nix los !

Somprit

Re: Die deutsche Botschaft warnt.

Beitrag von Somprit » Mo 8. Aug 2011, 06:23

... tja, was soll man(n) dazu sagen.... man(n) "warnte" am besten nix... denn SIE sind offensichtlich wirklich so... :biggrin: ... da geht er nun ... unser Botschafter Dr. Hanns Schumacher, welcher „Thaizeit“ (http://www.thaizeit.de )ein letztes Interview gewährte....
thaizeit.de hat geschrieben:Herr Botschafter, Sie verlassen Thailand am 20. August. Wie kommt es zu dem vorzeitigen Wechsel und was wird Ihre neue Aufgabe sein?

Vorzeitig ist der Wechsel nicht: die Zeit vergeht leider schnell. Die normale Amtszeit von drei Jahren ist abgelaufen. Es ist kein Geheimnis, dass ich gerne in Bangkok geblieben wäre – und ich gehe nur sehr ungern, da bin ich ganz ehrlich. ...

... In den letzten Wochen schlugen die Emotionen hoch wegen der Beschlagnahmung des Flugzeugs des Kronprinzen in Deutschland. Hat das Ihre positive Bewertung der freundschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern verändert?

Ich bedaure zutiefst und von ganzem Herzen, dass das Königshaus in diese Angelegenheit hineingezogen wurde! Dafür kann aber nicht die deutsche Seite verantwortlich gemacht werden! In der Sache haben sich Botschaft und Bundesregierung nichts vorzuwerfen. Die Firma Walter Bau hat sich nach den Vorschriften des gültigen Investitionsvertrages zwischen unseren beiden Ländern absolut korrekt verhalten.

Dem Schiedsverfahren hatte die thailändische Seite ausdrücklich zugestimmt und den Schiedsspruch von 2009 nicht angefochten. Wir haben immer wieder die thailändische Regierung diskret gebeten, dieses Problem endlich auszuräumen und zuletzt schon im März 2010 das thailändische Außenministerium schriftlich davor gewarnt, dass es zu Zwangsvollstreckungen kommen könnte.

Unseren Empfehlungen wurde leider nicht gefolgt, im Gegenteil. Die Bundesregierung hat keinen Einfluss auf die Maßnahmen des Konkursverwalters und schon gar nicht auf gerichtliche Entscheidungen. Die Gefühle der thailändischen Öffentlichkeit, die über diesen komplexen Sachverhalt nicht informiert ist, sind nachvollziehbar – nicht aber einige politische Stellungnahmen, die diese Emotionen auch noch angeheizt haben. Dazu werde ich mich nicht öffentlich äußern. Ich sehe mit dem Dienstantritt der neuen Regierung ernsthafte Bemühungen, das Problem vom Tisch zu bekommen – im Sinne unserer guten und freundschaftlichen Beziehungen! Die Erklärung des Kronprinzen dazu begrüße ich von ganzem Herzen.
Auszug aus http://www.thaizeit.de/thailand-themen/ ... rview.html

RongKwang
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Re: Die deutsche Botschaft warnt.

Beitrag von RongKwang » Mo 8. Aug 2011, 22:53

Gibt es eine Botschaft, die Sie der deutschen Community in Thailand hinterlassen wollen?

"Die" deutsche Community, eine homogene Gruppe, gibt es in Thailand nicht. Deshalb werde ich mich auch davor hüten, Botschaften für dieselbe zu hinterlassen, die dann in den einschlägigen Chat-Foren nur zerpflückt würden.
:good:
http://www.thaizeit.de/thailand-themen/ ... rview.html

Somprit

Re: Die deutsche Botschaft warnt.

Beitrag von Somprit » Di 9. Aug 2011, 06:39

... tja, ein kluger Mann, tief- / weitsichtig blickend.... :biggrin: scheint ja fast so, als würde er auch mal in/auf solche Ebene blicken

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Re: Die deutsche Botschaft warnt.

Beitrag von expat » Di 9. Aug 2011, 08:32

Haette er Forenerfahrung, wuerde er sich nicht davor aengstigen, dass seine Weisheiten zerpflueckt werden.
Einer Legende nach sollten die Schweizer Bürger einen Hut des Diktators Gessler so grüßen als sei er es selbst. Schiller machte aus dem Stoff sein Drama "Wilhelm Tell". Eine solche Funktion hat der Erlass, der freien Bürgern ohne sinnvollen Grund einen Maulkorb anlegt, der nach Expertenmeinungen ihre Gesundheit schädigt.

Styx
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Re: Die deutsche Botschaft warnt.

Beitrag von Styx » Di 9. Aug 2011, 22:43

Jetzt aber mal allen Ernstes - ist dies...
(RongKwang zitiert aus einem Interview mit dem "noch" Deutschen Botschafter in Bangkok die Frage, ob der scheidene Botschafter ein Wort an die deutsche Community in Thailand richten wolle?)
RongKwang hat geschrieben:...(Styx...Antwort des Deutschen Botschafters:) "Die" deutsche Community, eine homogene Gruppe, gibt es in Thailand nicht. Deshalb werde ich mich auch davor hüten, Botschaften für dieselbe zu hinterlassen, die dann in den einschlägigen Chat-Foren nur zerpflückt würden.
http://www.thaizeit.de/thailand-themen/ ... rview.html
...tatsächlich eine Aussage die Beifall finden kann?

Aus meiner Sicht bedarf es einer gewissen Abneigung gegenüber den in Thailand lebenden Deutschen wenn man des Botschafters "Kapitulation" gegenüber Forengeschreibsel positiv bewertet. Woraus sich eine solche Haltung entwickelt hat ist mir im Grunde gleich - was mir aber nicht gleich ist, das ist das darin zum Ausdruck kommende Übelwollende (für die deutsche Community) dieser Beifallklatscher.
(Gleichwohl dem Ergebnis des Salomonischen Urteils wonach eine nichtleibliche Mutter sich zufrieden zeigte wenn ein Neugeborenes mit einem Schwert zerteilt werden sollte, nur weil sie es gerechter Weise nicht für sich alleine beanspruchen konnte - Analog hierzu, sich der Beifallklatscher ergo heimlich als Neider der in Thailand zufrieden lebenden Deutschen entpuppt.)

Wenn ein Deutscher Botschafter sich nur deshalb einer Aussage enthält weil er eine kontroverse Diskussion über diesselbe in einer imaginären (Foren)Welt befürchtet, dann ist dies eine ärmliche Ausrede und der Person eines Botschafters sowie des von ihm inne habenden Amtes nicht würdig.

Und wenn die deutsche Community aus noch so vielen "Farben" bestünde, so wäre es zumindest für solche Repräsentanten der deutschen Heimat (die in dieser Funktion auch immer noch Repräsentanten der emmigrierten Deutschen sind) in diesem Zusammenhang mehr als angebracht nicht von Inhomogenität sondern vielleicht von "Farbenvielfalt" oder gar von "farbenprächtig" (um bei der obigen Metapher zu bleiben) zu sprechen.
Unser scheidener Botschafter war und ist es offensichtlich nur gewohnt vor zustimmendem Publikum aufzutreten. Nicht daß ich dies nicht nachvollziehen könnte - doch von Rückgrad und Zivilcourage zeugt es nicht. Darüber hinaus schmäht er damit die noch verbliebenen (aus seiner Sicht noch) Rechtschaffenen - wirft quasi alle in den einen Topf möglicher "unqualifizierter, zerstrittener Plebejer".

Ich erwartete kein Wort zum Abschied - nur, werter Deutscher Botschafter Hanns Schuhmacher, Ihre Begründung auf ein solches Wort verzichten zu wollen hätte es damit auch nicht bedurft, denn wird eine solche getätigt, dann wirkt genau diese als "Grußwort" und offenbart damit Ihre Gesinnung die Sie gegenüber Ihren deutschen Landleuten, hier in Thailand, hegen. Aus meiner Sicht und vorsichtig gesagt, ein diplomatischer Faux pas.

Vom nachfolgenden Botschafter erwarte ich (zumindest erhoffe ich es mir mal), daß er genau diese Inhomogenität in der deutschen Community aufnimmt und versucht diese in ihrem eigenen Interesse zu einigen, unter einem Schirm zusammenzuführen um damit (in einem nächsten Schritt) gegenüber Repräsentanten aus unserem Gastgeberland, sowohl aus wirtschaftlicher wie auch aus entwicklungspolitischer Sicht, gefestigt vorstellig zu werden wenn es um die Interessen deutscher Immigranten in Thailand geht.

Styx

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Re: Die deutsche Botschaft warnt.

Beitrag von expat » Di 9. Aug 2011, 22:51

Eine deutsche Community gibt es nicht in Thailand. Dennoch hätte er so tun müssen, als ob es sie gäbe. Man kann ja auch deutschen Landsleuten etwas hinterlassen, die sich nicht als Community verstehen. Mich ärgert das nichtmal, weil ich aus dieser Richtung ohnehin nichts Besonderes erwarte. Und übrigens: Auswandern nach Thailand kann man nicht. Also gibt es auch keine Immigranten.
Einer Legende nach sollten die Schweizer Bürger einen Hut des Diktators Gessler so grüßen als sei er es selbst. Schiller machte aus dem Stoff sein Drama "Wilhelm Tell". Eine solche Funktion hat der Erlass, der freien Bürgern ohne sinnvollen Grund einen Maulkorb anlegt, der nach Expertenmeinungen ihre Gesundheit schädigt.

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