...menschenwürdiger Tod...!!??

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Somprit

...menschenwürdiger Tod...!!??

Beitrag von Somprit » Di 28. Dez 2010, 09:28

... auch DAS sollte zum Selbstbestimmungsrecht des Mensshen gehören .... :good:

Beihilfe zum Suizid
Ärzteschaft liberalisiert Berufsrecht bei Sterbehilfe

Laut einer Umfrage befürwortet ein Drittel der Ärzte eine Regelung, die es erlaubt, einem unheilbar Kranken tödliche Medikamente zur Verfügung zu stellen. ]
Die deutsche Ärzteschaft will ihr Berufsrecht beim Thema Sterbehilfe liberalisieren. Der Präsident der Bundesärztekammer, Jörg-Dietrich Hoppe, sagte der "Frankfurter Rundschau", es könne nicht länger daran festgehalten werden, dass die Beihilfe zum Suizid nach dem ärztlichen Standesrecht als unethisch verboten sei, während sie nach dem Strafrecht nicht verfolgt werde...

... dass Beihilfe zum Suizid "nicht zu den ärztlichen Aufgaben" gehöre. Sie solle aber möglich sein, wenn der Arzt die Hilfe beim Freitod mit seinem Gewissen vereinbaren könne.

... Hintergrund für den Kurswechsel ist unter anderem eine im Sommer veröffentlichte Umfrage unter Medizinern zum Thema Sterbebegleitung. Darin hatte jeder dritte Befragte angegeben, er befürworte eine Regelung, die es dem Arzt erlaube, einen unheilbar Kranken beim Suizid zu unterstützen.
aus: http://www.tagesschau.de/inland/sterbehilfe128.html

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expat
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Re: ...menschenwürdiger Tod...!!??

Beitrag von expat » So 20. Mär 2011, 12:12

Ich glaube beobachtet zu haben, dass in Thailand das schon Gang und Gäbe ist,
wenn nämlich die Kosten ein gewisses Maß übersteigen.

In Europa und Amerika gibt es ja Medizinkritiker, die behaupten würden, dass ein
Großteil normaler medizinischer Maßnahmen ja ohnehin ein Beitrag zur Sterbehilfe
darstellen.
Wahrscheinlich haben die gar nicht mal so Unrecht.
Einer Legende nach sollten die Schweizer Bürger einen Hut des Diktators Gessler so grüßen als sei er es selbst. Schiller machte aus dem Stoff sein Drama "Wilhelm Tell". Eine solche Funktion hat der Erlass, der freien Bürgern ohne sinnvollen Grund einen Maulkorb anlegt, der nach Expertenmeinungen ihre Gesundheit schädigt.

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Re: ...menschenwürdiger Tod...!!??

Beitrag von Styx » So 20. Mär 2011, 18:33

Somprit,
leider ist es damit eben nicht die Mehrheit ...
Somprit hat geschrieben:...Laut einer Umfrage befürwortet ein Drittel der Ärzte eine Regelung, die es erlaubt, einem unheilbar Kranken tödliche Medikamente zur Verfügung zu stellen...
...die dann als eine solche, eine Änderung der betreffenden Gesetze mit Nachdruck fordern könnten.
M.E., ist das Problem zuallererst ein Problem der persönlichen Geisteshaltung eines Mediziners. Für einen solchen "Fachmann" dürfte es keine Schwierigkeit sein den Status "unheilbar" Krank, gesinnungs- und bewußtseinsgleich mit den Kollegen, festzustellen. Damit sollte der objetive "Tatbestand" geklärt sein und es muß dann nur noch dem selbstbestimmten Willen eines Patienten entsprochen werden.
Die Geisteshaltung orientiert sich bei sehr vielen Menschen an religiösen Axiomen und solange die Religion den Suizid ablehnt (in der katholischen Kirche dieser sogar als eine Todsünde bezeichnte wird) und darauf basierend, die Legislative in unserem Land, mit ihrer mehrheitlich christlichen Orientierung, keine gegenkonforme Haltung einnimmt, werden die rechtlichen Gegebenheiten nicht an die Bedürfnisse eines (vielleicht dem modernem humanistischen Gedankengut nahestehenden) Teils der Gesellschaft angepaßt.
Ergo - um in diesem Thema dem Selbstbestimmungsrecht eines Menschen einen legalen Weg bereiten zu können ist die "christliche" Erziehung zuerst anzugehen. Dafür bedarf es natürlich den Willen eines Elternhauses, jenen der bildenden und erzieherischen Schulen und einer tolerant geführten Diskussion (zu einer selbstbestimmten Entscheidung zum Suizid) sowie zumindest einer Generation an Zeit.
Damit sind die deutschlandspezifischen Bürden aus der jüngeren Geschichte noch nicht einmal berücksichtigt - denn auch diese belastet das kollegtive gesellschaftliche "Gewissen" in nicht unerheblichen Maße.

Und expat - ich bin mir sicher, daß wir diesbezüglich ...
expat hat geschrieben:Ich glaube beobachtet zu haben, dass in Thailand das schon Gang und Gäbe ist, wenn nämlich die Kosten ein gewisses Maß übersteigen...
...gleicher Meinung sind und mit eben nicht humanisch definieren. Auch fehlt einer solchen Vorgehensweise (und ich glaube, daß diese in Thailand - und nicht nur in diesem Land - tatsächlich praktiziert wird) jegliche Legitimation - sowohl die juristische und (was aus meiner Sicht viel wichtiger ist) jene der selbstbestimmten Entscheidung eines Menschen.
Styx

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Re: ...menschenwürdiger Tod...!!??

Beitrag von Somprit » Mo 21. Mär 2011, 12:57

... nun, "gewarnt" durch einige mir durch den DHV bekannt gewordener Fälle habe ich zu meiner Person eine Patientenverfügung, verbunden mit der Vorgabe, wie schnell & insbesondere Kostengünstig meine Hülle entsorgt werden soll aufgesetzt... ob man(n)/Frau/Tochter folgen werden ... :denk:

Bei einem wirklich "gläubigen" buddhistischen Arzt kann ich es mir so richtig nicht vorstellen, kenne einen Fall, wo ein indischer Arzt die gewünschte Notbremse hier zog .... anderseits, fehlende finanzielle Grundlage, da wird wohl nicht nur die Familie sondern auch das Krankenhaus vor eine schwierige Wahl/Entscheidung gestellt ...

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Re: ...menschenwürdiger Tod...!!??

Beitrag von Styx » Mo 21. Mär 2011, 18:41

Ich denke mal, daß Expat genau dies...
Somprit hat geschrieben:...anderseits, fehlende finanzielle Grundlage, da wird wohl nicht nur die Familie sondern auch das Krankenhaus vor eine schwierige Wahl/Entscheidung gestellt ...[/i]
...mit seinem post...
expat hat geschrieben:Ich glaube beobachtet zu haben, dass in Thailand das schon Gang und Gäbe ist,
wenn nämlich die Kosten ein gewisses Maß übersteigen...
...gemeint hat.
Styx

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Re: ...menschenwürdiger Tod...!!??

Beitrag von Somprit » Mo 21. Mär 2011, 20:28

... was ich ja im Grunde nicht angezweifelt habe ... :pst:

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