Chiangmai - Pai - Mae Hong Son - Doi-Inthanon

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Somprit

Chiangmai - Pai - Mae Hong Son - Doi-Inthanon

Beitrag von Somprit » Di 13. Apr 2010, 21:12

… nun nachdem ich unseren Kurzausflug zum Thai-Elefant-Center (TEC) Lampang/Hangchat mehr oder weniger kurz bildlich dargestellt habe, hier ein erneuter Versuch, unseren verlängerten Wochenend-Ausflug, ausgehend von CNX nach Pai, weiter über Mae Hong Son, Mae Saring, Mae Chem, Doi Inthanon, CNX darzustellen.
Diese Rundstrecke erforderte die Bewältigung von ca. 700 Km, teils sehr, sehr kurvenreicher und im Bereich Mae-Chem – Doi Inthanon für meinen tiefliegenden Nissan-Cefiro kaum zu bewältigende schmalspurige Berghang-Straßenführung.
Insbesondere diese Bergstrecke ist für eine Limousine nicht zu empfehlen, zumindest für mich einmal und nie wieder….!

Wir starteten am Morgen gg. 10 Uhr zu unserem 1. Tagesziel: Pai,
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und sahen einer Strecke von ca. 135 Km auf der Route 1095 entgegen.
Von CNX aus befuhren wir die Route 107 Richtung Mae Rim und bogen nach kurzer Fahrt nach links in die 1095 ein…. wobei sich Kilometer an Kilometer durch eine recht hüglige Wald-/Buschlandschaft schlängelte …
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… schön gelegener Wat/Tempel….
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Rasthaus/Cafe, direkt an einen sehr steilen Hang angelehnt….noch im weiteren Ausbau…

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…verqualmte Hügel…Sicht infolge der Jahreszeit typischen Brände gleich Null…
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..Straße…eine Kurve reihte sich an die nächste …
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…und hinter jeder Kurve kann eine Kuh oder gleich eine kleine Herde stehen…

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…Kurven, Wellen …bedachtsame Fahrweise ist angesagt…
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… und da, wenige Km (10) vor Pai haben wir ein „Souvenir“ aus dem 2. Weltkrieg… eine Brücke aus Holz und Stahl gebaut unter der Knute der Japaner….von niederländischen Zivilisten, britischen, australischen und amerikanischen Kriegsgefangenen.. sowie „dienstverpflichteten“ Thais…
Genau parallel daneben verläuft die „neue“ von den Thailändern erbaute Brücke….

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Fortsetzung....

Somprit

Re: Chiangmai - Pai - Mae Hong Son - Doi-Inthanon

Beitrag von Somprit » Di 13. Apr 2010, 21:22

Fortsetzung ...

…und so nähern wir uns Pai…… wo insbesondere Restaurants, Gast-/Rasthäuser mit den Blättern des Teakholz-Baumes gedeckt sind…und i. d. R. eine Haltbarkeit von ca. 3 Jahren aufzuweisen haben
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Pai mit knapp 3.000 Einwohnern ist für Touristen ein Zentrum für Dschungel-Trecking. Pai benutzen viele Touristen als Ausgangspunkt für Wanderungen zu den Bergstämmen der Lisu, Lahu, Shan, Karen und Langhals-Karen. Weiter bieten sich weiter außerhalb der Stadt „Heiße Quellen“, Elefanten-Camp, mehreren Wasserfällen und gar Rafting auf dem „Pai-River“ – falls er genug Wasser führt – an.
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Pai einst überwiegend von den ethnischen Shan bewohnt, deren Kultur durch Burma beeinflusst wurde, war einmal eine ruhige Marktgemeinde. Heute lebt Pai vom Tourismus. Gut bekannt für seine entspannte Atmosphäre, ist der Ort voll von teils billigen Pensionen, Souvenirshops und Restaurants. Das relativ weitläufige Backpacker-Viertel verfügt über mehrere Live-Musik-/Bier-Bars.
Allerdings ist in den letzten beiden Jahren der Zustrom ausländischer Touristen gegenüber den thailändischen Touris etwas zurück gegangen. Hierbei haben vor allem zwei populäre romantische, thailändische Filme beigetragen, so: The Letter: Jod Mai Rak. Noch heute hat einer der damaligen Drehorte (ein „Cafe“) in der Durchgangsstraße „Kult-Charakter“ und dient als begehrtes Foto-Objekt.
Trotzdem hat sich Pai das sonderbare Flair der Aussteiger und der Reggae-Liebhaber behalten; so findet jeweils im Januar ein großes „Reggae-Fest“ statt sowie eine internationale „Enduro-Meisterschaft“.

… und dann sind wir nach gut 3 Stunden Fahrt in der Durchgangsstraße von Pai ….

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… schnell haben wir in einem wunderbaren kleinen Ressort, so richtig urig & gemütlich oder sollte ich sagen im „romantischen“ „Pai River-Curce-Ressort“, http://www.pairivercurve.com/
… Quartier gefunden, allerdings ein Quartier ohne Frühstück …

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Die gesamte Bungalow-Anlage besteht aus Bambus, sehr rustikal und doch gemütlich…

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Die sanitären Anlage (WC/Dusche) befindet sich unmittelbar unter dem Hang-wärt`s gelegenen Bungalows bzw. bei freistehenden hinten angebaut…

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Während der Hauptreisezeit (Okt./Febr.) kostet der Bungalow 1.200 Baht, außerhalb der Saison 350 Baht.

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Neben diesen romantischen Bungalows verfügt das Ressort allerdings auch über Air-Con-Zimmer im Haupthaus, welche während der Hochsaison 3.000 und außerhalb 1.000 Baht kosten.
Wer es ganz naturverbunden erleben möchte kann sich ein Ressort-eigenes Iglu-Zelt für pro Person 100 Baht zuzgl. Stellplatz für weitere 100 Baht mieten, wie es auf dem nachstehenden Bild ersichtlich ist …sanitäre Anlagen sind in einem gesonderten Gebäude untergebracht…

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... der Tagesanbruch ....

Fortsetzung....

Somprit

Re: Chiangmai - Pai - Mae Hong Son - Doi-Inthanon

Beitrag von Somprit » Di 13. Apr 2010, 21:35

Fortsetzung ....

In den Abendstunden ….
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ist der innerstädtische… nun ja Ortsbereich zu einer reinen Fußgängerzone umfunktioniert, wobei selbst Gas-betriebene Kfz zur Tageszeit nicht einfahren dürfen….

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Aber Pai hat auch ein sehr ansehnliches Gerichtsgebäude, eine Außenstelle des Gerichtes in Mae Hong Son…., was man(n) nachvollziehen kann, wenn man(n) weiß, dass die Polizei (auch das sollte gesagt werden!!) in dem gut 3.000 Einwohner umfassenden Ort über keinen besonders guten Ruf …. - eher das grobe Gegenteil – verfügt…….

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… vielleicht betätigt sich deswegen dieser Ordnungshüter als „Good-will-Image-Botschafter“, der übrigens eine ausgezeichnete Singstimme hatte und ein höchst begehrtes Fotoobjekt war….

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Mit lediglich Kaffe pur am Morgen…nachstehend die Einfahrt von der Durchgangsstraße zum Ressort incl. morgendlicher „Kaffeecke“…

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…mit dem Blick auf den „Airport-Pai“, direkt am Ortsausgang Richtung Mae Hong Son

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verlassen wir diesen kleinen beschaulichen Ort Pai, wo die Gesellschaft SGA Airlines regelmäßig Linien- & Charterflüge des inländischen Personen & Güterverkehrs mittels einer Cessna anbietet. Angeflogen wird Pai von CNX aus an folgenden Tagen: Fr./Sa./So. zu 1.610 Baht.
Man(n)/Frau kann aber auch ab Bus-Arcade-CNX mittels Mini-Bus in knapp 4 Stunden nach Pai fahren: 7.00, 8.30, 10.30, 12.30, 14.00, 16.00

Fortsetzung zur
2. Abfahrt gg. 10 Uhr in Pai,,, Mae Hong Son wartet …. folgt

Somprit

Re: Chiangmai - Pai - Mae Hong Son - Doi-Inthanon

Beitrag von Somprit » Mi 14. Apr 2010, 21:26

2. Abfahrt gg. 10 Uhr in Pai .... Mae Hong Son wartet ….
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… doch bis wir dann das „Welcome“ überrascht & erschrocken über die Fortführung der Straße

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sahen – wobei das Erschrecken von kurzer Dauer war, denn es ging so weiter….

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… mussten erst mal die 135 Km auf der Route 1095, einer wieder sehr kurvenreichen und mit scharfen Spitzkehrkurven bestehenden Straße bewältigt werden, war es 15.00 Uhr …
Doch auch auf dieser Strecke musste mit allerlei Überraschungen im unübersichtlichen Kurvenbereich gerechnet werden …

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Etwa 55 km nach Pai befand sich dann rechter Hand ca. 15 km von der Route 1095 entfernt eine „Tropfstein-Höhle“,
THAM NAM LOD, - http://www.thailand.com/travel/natural/ ... on_lod.htm -
welche zur Besichtigung einlud….

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… 400 m lang ging es erst mittels Bambus-Floß sodann über steile Treppen über Stock und Stein in die Dunkelheit hinein….

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Nur von dem „Führer“, welcher mit einer Gas-Leuchte vor uns her tappte, hatte ich mir mehr versprochen.
Er war nicht in der Lage auch nur die geringste Erläuterungen zur Höhle abzugeben und empfahl den Besuch eines
Ausstellungsraumes auf dem Parkgelände vor der Höhle. Dieser stellte sich jedoch als äußerst dürftig und
vernachlässigt/verkommen dar!
Stumm wie einer der vielen Fische in dem die Höhle durchlaufenden Fluss führte er uns über knapp
1 1/2 Stunde für 400 Baht durch die Dunkelheit der Höhle.

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Doch die Fahrt ging weiter… im verhaltenen Tempo genossen wir die schöne Landschaft,
durchfuhren mehrere nicht besetzte Kontrollstellen...

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…und sahen wegen dem schändlichen Abbrennen der trockenen Wälder,
streckenweise reine Nadelgehölze (Pinien),
nur die Sicht nehmenden Rauchschwaden/Smog….

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… auf fast halber Strecke eine Begegnung der netten Art…

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…rückblickend (nachfolgendes Bild) eine der Berg & Talfahrten welche wir bewältigen musste.
Sahen wir zwischen Chiang-Mai und Pai noch so manchen Farang auf Motorrad oder gar Fahrrad
verlief die Fahrt nach Mae Hong Son ohne Sichtung solcher Langnasen…. über weite Strecken hinweg absolut kein Verkehr
… wir waren alleine ….

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…tja, dann hatten wir um 15 Uhr, (Abfahrt in Pai 10.00 Uhr) nach 135 Km von Pai ausgehend Mae Hong Son erreicht…..

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wozu eine Fortsetzung folgt…. denn wie meinte einst einer: „Mae Hong Son ist touristisch viel weniger attraktiv als Pai. … wobei man(n) geteilter Meinung sein kann…

Somprit

Re: Chiangmai - Pai - Mae Hong Son - Doi-Inthanon

Beitrag von Somprit » Do 15. Apr 2010, 20:43

3. Unser Aufenthalt in Mae Hong Son diente….

einerseits zum Kennenlernen diesem in 300 m Höhe liegenden geruhsamen Städtchen, womit es zugleich eine der am höchsten gelegenen Provinzhauptstädte in Thailand ist. Mae Hong Son liegt inmitten einer rund 1.500 hohen Berglandschaft in durchweg bewaldeten Hügeln.
Noch bis anfangs der 7o-er Jahre war MHS während der Regenzeit nur per Flugzeug zu erreichen.
Inoffiziell soll MHS auch noch heute u.a. durch den meist unkontrollierten Handel mit Burma leben.
Erst als in den letzten Jahrzehnten die Straßen ausgebaut wurden, gewann MHS eine Bedeutung im Tourismusbereich.
Einst war die Gegend um MHS zwischen Burma und Thailand sehr umstritten, die ungünstige Lage verhinderte ernsthaftere Auseinandersetzungen.
Eine recht zweifelhafte Bedeutung ist seine Nachbarschaft zum immer noch glorifizierten „Goldenen Dreieck“.

Episode am Rande:
Selbst mir war es anfangs der 80-er Jahre einmal gegönnt, dort tatkräftig offiziell an „genau vorbezeichneten Mohnfeldern“ an deren Vernichtung (eines möglichen Konkurrenten?) mitzuwirken… eine t(d)oll eingefädelte medienträchtige „Vernichtung-Operation“ der thailändischen Drogen-Polizei…. 1 Tag später wurde der „Erfolg“ in einem großen Hotel in CNX gefeiert….
Der seitens der „Leitung/Führung“ zur Verfügung gestellte „Nachtisch“… sozusagen das Dessert…. waren sehr willige junge Frauen … bis zum darauffolgenden Frühstück…
:Shy:

… und anderseits lockte mich ein dort seit langem lebender „uralter Thailand-Expat“ hin, einer der dort in voller Glückseligkeit – für mich kaum nachvollziehbar – sein Leben fristet…. und das mit einer monatlichen Rente, wo ich heulend weglaufen und um sofortigen Schutz im weitmaschigen sozialen Netz in Deutschland nachsuchen würde :cry:

Aber er ist GLÜCKLICH dort leben zu können, denn wir telefonieren mehrmals wöchentlich miteinander….des Menschen Willen ist sein Himmelreich.
Anderseits habe ich ihm schon zu oft diese TIP-Edition: „Wa(h)re Liebe“ … erfolglos empfohlen :pst:

Tja, vorgewarnt durch einen früher mal gelesenen Reisebericht eines LoSo-Expat/Touristen, welcher davon sprach, dass es nur sehr wenige Hotels gäbe, galten die ersten Minuten unseres Aufenthaltes in der sehr ruhigen Stadt der Suche nach einer geeigneten Unterkunft.
Da war ich dann doch überrascht, dass man(n)/Frau & Kinder wählen konnten unter Sternen-Hotels bis zur 4-Sterne Kategorie … z.B. das „The Imperial Tara Mae Hong Son Hotel“, http://www.agoda.com/asia/thailand/mae_ ... hotel.html,
„Rooks Holiday Hotel“, http://www.agoda.com/asia/thailand/mae_ ... hotel.html
welche derzeit mit Preisen von ca. 1.700 Baht incl. Frühstück glänzten.
Während der Hochsaison - für mich in Bezug auf Mae Hong Son schwerlich nachvollziehbar – allerdings ca. 3.000 Baht berechnen
Das 2-Sterne -„Fern Resort“, http://www.agoda.com/asia/thailand/mae_ ... esort.html,, ein sehr schön die die Natur eingebundenes Ressort-Hotel gibt es für 1.200/1.500,-- Baht, auch hier während der Hochsaison ca. 3.000 Baht :denk:
… oder das ebenfalls 2-Sterne-„Sawasdee Place Hotel“, gibt es für 800,--, HiSo 2.000 BHT.

Diese „Sterne-Hotels“ liegen an der südlichen Ausfallstraße, 5 Minuten vom Airport entfernt.
Doch wir entschieden uns dann für ein Hotel ohne „Stern-Auszeichnung“, wählten das in Stadtmitte gelegene
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welches mein Engel von 1.000 auf lediglich 700 Baht(incl.Frühstück) herunterdrücken konnte

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Dieses kleine Hotel liegt unmittelbar am Beginn des abendlichen Straßenmarktes
welcher sich bis zu einem kleinen See in der Stadtmitte hinzieht ….

Blick auf den kleinen See inmitten des Stadtzentrums mit Blick auf eine schöne buddhistische
Tempelanlage - Wat Chong Kham - (erbaut 1827) unmittelbar neben einem anderen Tempel,
dem Wat Chong Klang. Beide sind im birmanischen Stil erbaut.

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… eine Anlage, welche gleich Tempel/Wats der Stilrichtung des
Thailändischen – Burmesischen Baustils beherbergt ….
In den Abendstunden erfreut diese Tempelanlage mit Beleuchtung…

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Mae Hong Son bietet für den lebenshungrigen Touristen recht wenig an Zerstreuung. Ruhe, Gemütlichkeit ist angesagt.
Erwähnenswerte wäre das von uns zum Essen aufgesuchte, unmittelbar an einer Straßenkreuzung der Innenstadt gelegene "Crossroads“, ein Lokal zwischen Musik-Bar/Restaurant. Vom oberen Stock (Sanooker(Billard)-Raum/Gastraum) hat man(n) einen sehr guten Blick über den Kreuzungsbereich.
Das Essen war sehr gut, preislich ebenfalls angemessen … jedoch die Bedienung daaauuuerte. :twisted:

Da zogen wir schon mehr das Cafe/Restaurant, „Meeting, Sunflower“ vor, wo man(n)/Frau & Kinder geruhsam den Tag ausklingen lassen konnte.
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Eine Lokalität, welche nicht nur über Internet verfügte (f. Gäste frei) sondern auch sehr urig eingerichtet war …

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und einen guten Blick auf die gegenüber dem kleinen See gelegene Tempelanlage
und dem ebenfalls einsehbaren abendlichen Straßenmarkt hatte…
wobei MHS auch über „Schönheit“ ;) verfügte …

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Ein kurzer Blick Inside der Scene Mae Hong Son - http://www.travelfish.org/eatandmeet/th ... ng_son/eat ,
womit eigentlich alles gesagt sein sollte!

Und somit begeben wir uns zur Vielfalt des Tempelkomplexes gegenüber des kleines Sees,
wo wir Tempelbauten/Wat des burmesischen Stils…

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…des Thai-Jai (Bergvölker)-Stils…

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… und der Göttervielfalt/Schrein … sehen.

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Weitere Ansichten …

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… tja, auch das gibt es dort... „No-Go-Area“ für Frauen... :o

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Dahinter finden wird dies…

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Auch „eine Art Museum“ befindet sich auf diesem weitläufigen Gelände,
welches jedoch eher einer Abstell-/Gerümpel-Kammer gleicht ….

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Im Hintergrund der Stupa sieht man(n) den „Hausberg“ – Doi Kong Mu - von MHS,
auf welchem sich ebenfalls buddhistische Tempel-Bauten/Stupas befinden….

welche wir morgen besuchen werden…. :ätsch: und hoffentlich einen klaren Blick über das Städtchen genießen können….

Somprit

Re: Chiangmai - Pai - Mae Hong Son - Doi-Inthanon

Beitrag von Somprit » Sa 17. Apr 2010, 21:31

... nun ja, mit der "klaren Sicht" war es nicht weit her.... aber sehet selbst........

… und somit erforschen wir Mae Hong Son am Tage … bevor wir uns hoch zum Hausberg, - hier im Hintergrund sichtbar - dem „Doi Kong Mu begeben,
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...kommen wir unmittelbar am südlichen Stadtausgang an diesem Denkmal vorbei….
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Es zeigt den „Stadtgründer“, einst als Burmese eingewandert…
Doch oben auf dem Doi Kong Mu angekommen enttäuscht uns der Blick auf das unter uns
liegende MHS doch ….

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Was wir sehen, ist nachmittags um 14 Uhr eine Dunst/Smog-Glocke, die einen klaren Blick verwehrt.
Der Flughafen/Start-Landebahn ist nur undeutlich erkennbar.
Als Ausgleich habe ich an anderer Stelle ein klareres Bild „geklaut“ wo man(n) den Unterschied deutlich
feststellen kann:

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Auch das groß angelegte Areal der Haftanstalt, ja auch über so etwas verfügt das kleine MHS, ist mit
seinem Karee (weiße rechteckige Mauern) nur undeutlich im folgenden Bild zu sehen:

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…deswegen warum runter ins Tal, betrachten wir uns dem Tempel/ Wat Phra That Doi Kong Mu,
der auf einem westlich der Stadt gelegen Hügel mit seinen 2 birmanischen Chedis (erbaut 1860/ 1874) erfreut.

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Am Fuße des Tempel/Wat- gibt es auch einen kleinen Elefanten …

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leider nur aus Zement!
Doch ganz oben auf der Kuppe des Hausberges Doi Khon Mu, wobei wir uns den Aufstieg zu Fuß wegen
der großen Hitze ersparten, steht ein rechts großer – mehrere Meter groß - goldener Buddha
mit erhobener rechter Hand…
Mit dem Gedanken um diesen aus Bequemlichkeit und Nachlässigkeit (denn die Batterien des Fotoapp. waren leer)
versäumten Anblick auf diesen großen Buddha verlassen wir den Doi Khun Mu und begeben uns zurück in die Stadt.
Nach einem Batteriewechsel gelangten wir vom Hotel in kurzer Fahrt (5 Minuten) zum Flughafen….

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Wobei - oh welche sinnlose Geldverschwendung – von der südlichen Stadtausfallstraße nach
links eine 4-spurige mittels grün angelegten Mittelstreifen nochmals getrennte 1, 8 Km lange „Autobahn“
direkt am Flughafentor endete ….

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… himmlische Ruhe, außer unserem Fahrzeug weit und breit kein anderer Verkehrsteilnehmer,
auch nicht parkend, zu sehen…

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Ich denke, man(n) kann anhand der „Klarheit“ der Bilder erkennen, wie gut/schlecht die Luft zur
Mittagszeit bei eigentlich wolkenfreiem Himmel war ….. verständlich, dass Jahreszeit bedingt
nicht immer der Flugplan eingehalten werden kann, Flüge ausfallen müssen…
…und durch das südliche „Stadttor“

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verlassen wir MHS zu einer Fahrt zu einem „angesiedelten Dorf der Padaung“, den sogenannten „Langhals-Karen“ … einem „Menschen-Zoo“, einer Touristenattraktion, dessen Besuch ich doch nicht widerstehen konnte, obwohl mir die Problematik der Gesamtumstände dieses „Bergstammes“ bekannt ist.
Ausschlaggebend war allerdings, dass mir bekannt war, dass thailändische Staatsangehörige dieses Dorf ohne den ansonsten obligatorischen „Langnasen/Farang-Preis“ in Höhe von 250 Baht zu entrichten, besuchen duften/konnten
Unter entsprechender Erläuterung meiner Töchter besuchten sie dieses Dorf, während ich mir in der Zwischenzeit – nicht etwa wegen der 250 Baht, sondern aus Kritik/Empörung, nennt es wie ihr wollt ….. einen Besuch selbst verbot!Ich genehmigte mir in der Zwischenzeit an der Zahlstelle, dem Office einen eisgekühlten „Grünen Tee“…..

Ein kurzer Blick meiner „3 Mädels“ in dieses „Langhals-Dorf“ … folgt morgen……

Somprit

Re: Chiangmai - Pai - Mae Hong Son - Doi-Inthanon

Beitrag von Somprit » So 18. Apr 2010, 19:36

… nun, wir verlassen MHS durch das südliche Tor, der Route 108 und biegen, kaum das Tor passiert, nach rechts zu einem der angesiedelten Menschen-Zoo-Dörfern, „ Ban Huai Shuathao“,freigegeben durch thailändische Behörden, zur Besichtigung durch Langnasen/Farang für einen Obolus von 250,-- Baht, ab.
Natürlich habe ich meine beiden Töchter, denen ich besonders diesen „Menschen-Zoo“ in allen seinen sich darstellenden Facetten zeigen wollte, über das Los, die Lebensbedingungen der dort lebend ausgestellten Menschen, insbesondere deren (nicht vorhandenen) RECHTE erläutert….

Einen interessanten Bericht über diese „Langhals-Frauen“ findet man(n) z.B. hier:
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,582440,00.html
http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1 ... 11,00.html
oder:
Padaung-Frau aus Burma. Ab dem 5. Lebensjahr bis zur Hochzeit werden fortlaufend Messingringe um den Hals gelegt. Durch das Gewicht der Ringe (bis zu 10 kg) werden die Schultern nach unten gedrückt, bis der Hals ca. 30 cm lang ist. Entfernt man die Ringe, können die Frauen nur noch liegen, oder müssen den Kopf mit beiden Händen halten, um nicht zu ersticken.
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…. in einer knapp 20-minütigen Fahrt, auf welcher wir nicht nur Elefanten begegneten und mich zu einer langsamen Fahrweise zwangen, als plötzlich einer in der Kurve vor uns stand …

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sondern auch zur Trockenzeit unschwer mittels Limousine passierbare „Furten“ von 3 Bächen durchquerten…

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(Zur Regenzeit wäre dieses - wenn auch relativ kurze Strecke – „Langhals-Dorf“ nur mittels Pick-Up, nicht jedoch mittels Limousine erreichbar.)

… kommen wir zu einem angesiedelten Dorf der Padaung (Langhals-Karen).

Am Wegesrand …

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Bei den Padaung (Langhals-Karen) handelt es sich um eine der vielen Karen-Flüchtlingsgruppen aus dem östlichen birmanischen Staat Kayah an der thailändischen Grenze.
Es handelt sich bei den „Karen“ nicht um eine fest geschlossene einzige Gruppe, sondern um eine lockere Mischung aus eng verwandten Stämmen. Als einer der kleinsten Stämme sind die Padaung, die sogenannten Langhals-Karen anzusehen. Die Frauen dieses Stammes tragen auffallend große Ringe aus Messing um ihren Hals, welche den Eindruck hervorruft, dass sie einen besonders langen Hals haben. In Wirklichkeit wird durch die Ringe jedoch der Schulter-/Schlüsselbeinbereich nach unten gedrückt…
Dieser Stamm wird insgesamt auf ca. 40.000 Menschen geschätzt. Sie nennen sich selbst „Lae Kur“ bzw. „Kayan“ und benutzen eine Sprache welche aus dem tibetisch-birmanischen stammt.

Doch nachdem in dem „Office“, dem Bretterverschlag, das dem Treppenabgang zu dem menschlichen Zoo, vorgebaut war (Bild leider unbrauchbar) …

… aber man(n) kann es anhand des nachstehenden Bildes „erahnen“…


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die thailändische Identität meiner „3 Mädels“ durch Gesichtskontrolle abgeschlossen war, ich mich mit einem eisgekühlten Grünen-Tee auf eine längere Wartezeit einstellte, war erst einmal eine wohl der Not gehorchende menschliche Barriere von 2 alten Frauen zu überwinden, welche die Hände vorstreckend eine …. erwarteten… dann ging es die Treppe hinunter und rein in den „Zoo“, … sorry „Dorf“ …


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Langhalsfrau beim weben …

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… und nach den Originalen hier die Fälschungen …

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…welche durch die Übergabe „kleiner Geschenke“ in Form von Baht-Noten entstanden. Denn offiziell ist es den „Zoo-Bewohnern“ NICHT erlaubt, Geld außerhalb des betriebenen Klein-Warenhandels (Souvenirs/Webstoffen) für erbrachte Leistungen entgegen zu nehmen.
Und zu solchen, von Touristen offensichtlich gerne entgegengenommenen Leistungen besteht die Bereitschaft der „Langhals-Frauen“, hinten offene Messing-“ringe“ incl. Kleidungsstücke zum fotografieren am lebenden Objekt vorrätig zu haben….
Und damit verlassen wir Mae Hong Son, fahren die äußert kurvenreiche aber doch gut zu fahrende Route 108 in Richtung Mae Sariang um von dort wieder gen Osten abzubiegen …. Fernziel: Doi Inthanon, worüber ich morgen abschließend berichten werde….

Somprit

Re: Chiangmai - Pai - Mae Hong Son - Doi-Inthanon

Beitrag von Somprit » Do 22. Apr 2010, 23:53

... nun ja, wir verlassen Mae Hong Son und steuern unser Tagesziel, den "Highest-Spot" von Thailand an ... :pst:

Wir verließen um 08.00 Uhr Mae Hong Son mit der Erkenntnis, dass die Stadt Mae Hong Son gegenüber dem Flecken Pai doch bedeutend mehr zu bieten hat, um über die Route 108 südwärts, zu unserem Ziel: Doi Inthanon, dem höchsten Berg Thailands zu fahren…
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Eine landschaftlich sehr schöne Strecke begleitete uns, abgesehen von einem kurvenreichen Verlauf
war sie relativ eben zu befahren ….

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Schnell war die Entfernung nach Khun Yuam (70 km) zurückgelegt …
“The Khun Yuam Cultural Center “, das ethnographische Zentrum bei Km 200 des
Highway 108 besitzt eine eindrucksvolle Sammlung von Kunstgegenständen der „Tai Yai“ und
anderer Bergstämme. Daneben werden militärische Ausrüstungsgegenstände und Zubehör aus den
Beständen der japanischen Armee ausgestellt, die im 2. Weltkrieg in den Bezirk Khun Yuam einmarschierte.
uns jedoch aus Zeitgründen nicht interessierte…. :cry:

Besonders das Gebiet Khun Yuam, Mae Sariang bietet für die thailändischen Landestouristen
im Monat November ein besonderes Reiseziel, denn in diesem Monat blühen dort wohin man(n) sieht die
„Dok Bua Thong“ (wilde Sonnenblumen), welche alles in einen goldgelben Blütenzauber verwandeln
(hier eine mal früher entstandene Aufnahme).

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Doch anstatt in Khun Yuam nun südöstlich auf die Route 1263 abzubiegen, nahmen wir weiter die
Route 108 über Mae Sariang … (im Grunde ein Umweg wenn man(n) als Tagesziel zum„Highest-Spot“ Thailands will…)
durchfuhren eine landschaftlich recht schöne Strecke und bogen später von der Route 108 in die nordwärts
führende Route 1088, Fahrtrichtung Doi Inthanon, ab.

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Somit die Route 108 verlassend und weiter auf der nordwärts führende Routen 1088, 1192, 1009 zum
Endziel, dem höchsten Berg Thailands.
Eine Streckenführung, welche bedeutend schlechter, schwieriger zu fahren ist als die bisher
von CNX bis Khun Yuam zurückgelegte Straßenführung mit ihren über 2.000 Kurven. Sie ist keinesfalls für
eine etwas tiefer liegende Limousine, wie mein Nissan-Cefiro zu empfehlen… :bad:
Ich kann nur Abraten und würde sie nie mehr freiwillig mit einer Limousine befahren.
Hierzu benötigt man zumindest einen Pick-up, ideal mit 4-Rad-Antrieb …. :good:

Zum Doi Inthanon, inmitten des gleichnamigen Nationalparks, welcher südwestlich von Chiang-Mai liegt kommt
man(n) zwangsläufig durch ein Gebiet, welches wohl als „Naturpark“ ausgezeichnet ist,
sich uns allerdings kaum derart darstellte …. Das Gebiet ist wenig bewaldet, was sich uns in einer
erschreckenden Dürre/Kahlschlag und abgebranntes Gelände offenbarte….
Besucher müssen an einer Kontrollstation am Eingang zum Nationalpark Eintrittskarten kaufen, um
weiter zum Gipfel fahren zu dürfen ( 40,-- Baht)

Dieser „Naturpark“ wird von Angehörigen der Bergvölker bewohnt, hier hauptsächlich von Hmong und Karen.
Durch verschiedene vom König gesponserte Projekte („Royal Projects“) wurden die Bergvölker überzeugt,
statt Opium nunmehr Gemüse und Blumen anzupflanzen

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Große Streckenteile führten an den Abhängen der Hügelkette über sehr schmale Straßenabschnitte mit sehr
scharfen und steilen Haarnadelkurven…Gift für die Umbauten (Spoiler) der Fz.-Karosserie meines NISSAN-Cefiro!
Sehr oft im 1. Gang (Automatic) quälte sich unser Nissan über die 2.000-Meter-Höhe
und kam endlich oben kochend an …. :günter:

Und dann endlich waren wir „oben“
...wo man(n) heute gar ein besonderes Ereignis „bewundern“ kann… ;)

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…. Ja, DAS war er also…
:pst:

auf dem „Highest-Spot“, dem Gipfel-Punkt des Doi Inthanon…,
In dessen Nachbarschaft sich mehrere beeindruckende Wasserfälle
(zum Beispiel den Vachiratharn-Wasserfall) befinden, welche wir aus Zeitgründen nicht aufsuchten.

Dort auf der Höhe, inmitten des Waldes steht ein Schrein, der dem Namensgeber gewidmet ist:
Prinz Intha Witchayanon, ein Regent von Chiang Mai, genannt der „Siebte Chao Luang“ (Reg. 1870–1897).
Er bestimmte, dass seine sterblichen Überreste hier beigesetzt werden sollten.
Zunächst war der Berg daher bekannt als Doi Luang („Königlicher Berg“). Als der Prinz dann im Jahre 1897 starb,
wurde seine Asche in einer kleinen Chedi beigesetzt. Zu seinen Ehren trägt der Berg seitdem seinen Namen in
abgekürzter Form: Doi Inthanon.

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Neben dem Schrein gibt es einen Naturlehrpfad und eine militärische Radaranlage.
In der Zeit zwischen Dez./Febr. fällt nicht selten die Temperatur nahe des Gefrierpunktes!

...und hier sind wir wieder ein Stück zurückgefahren und sehen die beiden zu Ehren des
Königspaars durch die Armee (Air-Force) errichteten „Türme“ – Cedis –
Diese Cedis wurden zu Ehren des jeweils 60. Geburtstages des Königspaares (Bhumipol, Rama IX 1987, Sirikit 1992)
von der„glorreichen thailändischen Armee mit Hilfe des Volkes“ errichtet, so zeigt es eine Gedenktafel an.

Derzeit kann man(n) nicht mehr selbstständig mittels Kfz bis zum Fuße der Cedis fahren, man(n) muss an der
Abzweigung der Route parken und wird mittels Pendelverkehrs direkt zum Fuß der Cedis gefahren….
Natürlich nicht umsonst, sondern pro Kopf für offizielle 20,-- Baht!
An beiden Cedis führen überdachte Rolltreppen nach oben, welche jedoch recht selten in Betrieb wären ….

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… hier den des Königs…

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Innen steht jeweils eine große Buddha-Statue, die angeblich aus Jade hergestellt sein soll.
Die Innenwände
sind mit bemalten Kacheln verziert, auf denen das Leben des Buddhas abgebildet ist.

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und gegenüber liegend den der Königin …

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…innen …

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Beide Chedis sind außen mit Relief-Mosaiken geschmückt, an der Chedi des Königs in einem
rötlichen Braun, an der Chedi der Königin in verschiedenen Violett-Tönen.

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… da sich der Tag dem Ende näherte traten wir über die Route 108 den Rückweg über Chom Thong,
Hang-Dong/Chiang-Mai an, eine Strecke von knapp 100 Km an, welche sich infolge einer 4-spurigen
Strecke sehr zügig befahren lässt….
Und somit viel Vergnügen für alle, welche selbst mal diese Rund-Tour sei es per Limousine, Pick-up oder Krad unternehmen möchten ….

PS: Ggf. vergrößere ich noch die „kleinen Bildchen“ (ein Versehen)… jetzt ist mir die Zeit dazu jedoch zu weit fortgeschritten…

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