Der Sinn von allem

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expat
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Der Sinn von allem

Beitrag von expat » Mi 19. Okt 2011, 08:34

Wenn alles sich eigentlich ohne Zweck, ohne festes Ziel und nach welchen Gesetzen auch immer zufällig entwickelt hat, dann ist es doch in allen Einzelheiten und Erscheinungen höchst wundervoll und erstaunlich. Was aber für mich am erstaunlichsten und am wunderbarsten ist, das ist der Umstand, dass es Wesen gibt, die das wahrnehmen können; auch das im Grunde sinnlos, aber nicht minder wunderbar. Denn was wäre das alles nach menschlichem Verständnis wert, wenn niemand es bewundern würde?
Und ich denke mit Saul Bellow, von dem ich das gestern gelesen habe: "Ich sage, dass es außerhalb des Lebens keine Werte gibt." Wie verstehe ich das, und wie passt das zusammen? Ich verstehe das so, dass nur das von alle dem für mich Sinn macht, was ich davon in mein Leben hinein lasse. Für die Zeit meiner Wahnehmung leben alle diese Wunder in mir - in jedem -, um danach wieder - wie ich - wie jeder - im Nichts zu verschwinden.
Einer Legende nach sollten die Schweizer Bürger einen Hut des Diktators Gessler so grüßen als sei er es selbst. Schiller machte aus dem Stoff sein Drama "Wilhelm Tell". Eine solche Funktion hat der Erlass, der freien Bürgern ohne sinnvollen Grund einen Maulkorb anlegt, der nach Expertenmeinungen ihre Gesundheit schädigt.

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H.H.
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Re: Der Sinn von allem

Beitrag von H.H. » Sa 12. Nov 2011, 10:20

Ich gratuliere zum 3000 ...ten Beitrag! :wink:
Lieber ein Winter in Thailand als ein Sommer in Germany.

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Re: Der Sinn von allem

Beitrag von H.H. » Sa 12. Nov 2011, 10:21

Ich habe nur 300. :denk:
Lieber ein Winter in Thailand als ein Sommer in Germany.

Styx
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Re: Der Sinn von allem

Beitrag von Styx » Sa 12. Nov 2011, 23:01

Ahhhhh...jetzt verstehe ich warum dieser thread eingestellt wurde.
Ein Jubiläums-thread!

"expat", mir ist wahrlich nicht danach dieses Thema zu diskutieren - ich hinterfrage für mich nicht mehr ob, warum und wodurch, etc. sich in der Natur etwas entwickelt hat, doch gestehe ich Dir gerne, daß ich, hinsichtlich dem was wir mit "die Welt als Ganzes" definieren, eine der Deinen ähnliche Aussage...
expat hat geschrieben:Wenn alles sich eigentlich ohne Zweck, ohne festes Ziel und nach welchen Gesetzen auch immer zufällig entwickelt hat, dann ist es doch in allen Einzelheiten und Erscheinungen höchst wundervoll und erstaunlich...
...treffen würde.

Dieses, Dein persönliches Befinden, motiviert mich zur Frage: "Befindest Du Dich jetzt auf dem Weg hin zum Verständnis einer religiösen Schöpfungsgeschichte - als Erklärung für dies alles"?

Diese Ausführung jedoch...
expat hat geschrieben:... Was aber für mich am erstaunlichsten und am wunderbarsten ist, das ist der Umstand, dass es Wesen gibt, die das wahrnehmen können; auch das im Grunde sinnlos, aber nicht minder wunderbar. Denn was wäre das alles nach menschlichem Verständnis wert, wenn niemand es bewundern würde?...
...irritiert mich etwas - bedeutet sie doch, daß Deiner Ansicht nach die Natur sich bewußt seine eigenen Bewunderer geschaffen hat.
Ist, aus Deiner Sicht, sie - die Natur selbst - damit vielleicht der große "Denker und Lenker" aus den Religionslehren?

Nein, ich mag mich mit solch philosophischen Gedankenspielereien nicht beschäftigen - ich wurde durch meinen beruflichen Werdegang zum Technograden und fühle mich hierdurch der Rationalität weit näher als irgend einem anderen Feld einer Existenzbetrachtung.
Styx

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Re: Der Sinn von allem

Beitrag von expat » So 13. Nov 2011, 08:22

Nur mal so viel jetzt aus Hanoi: nichts Religioeses. Spaeter mehr. Danke fuer die Antworten. Auch an Jubilaeum war nicht gedacht.

Nunmehr wieder aus Pattaya:
Die grundlegende Gesetzmäßigkeit, die ich bei der Enstehung der Welt finden kann, ist diese:
Es ist nur das entstanden, was entstehen konnte. Nun ist es an uns, etwas daraus zu machen.
Einer Legende nach sollten die Schweizer Bürger einen Hut des Diktators Gessler so grüßen als sei er es selbst. Schiller machte aus dem Stoff sein Drama "Wilhelm Tell". Eine solche Funktion hat der Erlass, der freien Bürgern ohne sinnvollen Grund einen Maulkorb anlegt, der nach Expertenmeinungen ihre Gesundheit schädigt.

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