Somprit

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Re: Somprit

Beitrag von expat » So 21. Nov 2010, 12:46

Henk hat geschrieben:@somprit

Erinnert mich irgendwie schwer an meine Story: "Auf den Bekackten fällt auch noch das Scheißhaus". :grin:
Wenn du mal eine ausscheidungsfreie Story hast, würde ich mich freuen, wenn du sie uns erzählst.
Wobei ich Kotzen auch zu einer Art von Ausscheidung zähle.
Einer Legende nach sollten die Schweizer Bürger einen Hut des Diktators Gessler so grüßen als sei er es selbst. Schiller machte aus dem Stoff sein Drama "Wilhelm Tell". Eine solche Funktion hat der Erlass, der freien Bürgern ohne sinnvollen Grund einen Maulkorb anlegt, der nach Expertenmeinungen ihre Gesundheit schädigt.

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Re: Somprit

Beitrag von Somprit » So 21. Nov 2010, 13:05

Henk hat geschrieben:@somprit

Erinnert mich irgendwie schwer an meine Story: "Auf den Bekackten fällt auch noch das Scheißhaus". :grin:
... nun, ICH fühlte mich nicht als "bekackt", ich denke der damalige junge Staatsanwalt hatte dieses Gefühl ... "bekackt" worden zu sein ... nachdem ich ihm einen Besuch in seinem Amtszimmer abgestattet hatte :yahoo:

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Re: Somprit

Beitrag von expat » So 21. Nov 2010, 13:08

Somprit hat geschrieben: ... nun, ICH fühlte mich nicht als "bekackt", ....
Henk sprach auch nicht von der Überschrift, sondern von der Story.
Einer Legende nach sollten die Schweizer Bürger einen Hut des Diktators Gessler so grüßen als sei er es selbst. Schiller machte aus dem Stoff sein Drama "Wilhelm Tell". Eine solche Funktion hat der Erlass, der freien Bürgern ohne sinnvollen Grund einen Maulkorb anlegt, der nach Expertenmeinungen ihre Gesundheit schädigt.

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Re: Somprit

Beitrag von Somprit » So 21. Nov 2010, 13:25

... ach so.... :Shy: ... nun ja, er bot mir aber die Gelegenheit den Staatsanwalt schon mal ins Spiel zu schieben :jau:

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Re: Somprit

Beitrag von expat » So 21. Nov 2010, 13:33

Ach so...
Einer Legende nach sollten die Schweizer Bürger einen Hut des Diktators Gessler so grüßen als sei er es selbst. Schiller machte aus dem Stoff sein Drama "Wilhelm Tell". Eine solche Funktion hat der Erlass, der freien Bürgern ohne sinnvollen Grund einen Maulkorb anlegt, der nach Expertenmeinungen ihre Gesundheit schädigt.

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Re: Somprit

Beitrag von expat » So 21. Nov 2010, 15:19

Es bleibt dabei:
expat hat geschrieben: Wenn du mal eine ausscheidungsfreie Story hast, würde ich mich freuen, wenn du sie uns erzählst.
Wobei ich Kotzen auch zu einer Art von Ausscheidung zähle.
Einer Legende nach sollten die Schweizer Bürger einen Hut des Diktators Gessler so grüßen als sei er es selbst. Schiller machte aus dem Stoff sein Drama "Wilhelm Tell". Eine solche Funktion hat der Erlass, der freien Bürgern ohne sinnvollen Grund einen Maulkorb anlegt, der nach Expertenmeinungen ihre Gesundheit schädigt.

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Re: Somprit

Beitrag von Somprit » Mo 22. Nov 2010, 22:06

... nun, Henk, dann lass vorerst mal das "kleine, weiße & süße Zwergkaninchen" in deinem Hut..., denn hier gehts weiter im Reigen, dem Tanz mit dem Staatsanwalt ...

Nachdem mein gefallener Engel eingeflogen und trotz einem widrigen Umstand sicher in meinem damaligen Apartment untergebracht war, hieß es nun, dem sich unweigerlich kommenden Ungemach der Grenzschutztruppe bzw. der Staatsanwaltschaft zu stellen, ihnen soweit möglich die Stirn zu bieten. :good:

Eine kleine Episode am Rande:

Als wir den Flughafen verließen und mit meinem damaligen kirchroten CAMARO, so einer der damals üblichen Zuhälterschlitten, in Richtung Kelsterbach fuhren, kamen wir an einer Kleingartenanlage mit teils windschiefen Gartenhütten vorbei.
Hier fragte sie mich nun, ob dies bereits die ersten Häuser von Frankfurt wären... geistig war sie offensichtlich noch auf ihr Pampa-Dorf eingestellt...


Somit einige Tage später nochmals die Grenztruppe im Airport aufgesucht und ihnen klar gemacht, dass von mir keine weitere Sachäußerung erfolgen wird, ich mich erst nach Erhalt eines Aktenzeichens mit der Staatsanwaltschaft direkt in Verbindung setzen werde.
Die Wochen vergingen wie im Fluge, musste ich doch meinen Engel mit seinen gebrochenen Flügeln akklimatisieren und an das Leben in unserem kalten Land langsam heranführen.
Die Verständigung lief – wie oftmals üblich – über einen furchtbaren Kauderwelsch zwischen deutsch-englisch-thai-Vokabular, notfalls auch mal mit Händen und Füßen, gar der aussagekräftigen Mimik :pst: ...beide verstanden wir uns sehr gut, ein 3. stand meist verständnislos gegenüber.

Dass es ihr damals offensichtlich recht gut gefiel, sie sich allen möglichen Stickarbeiten hingab – selbst gefertigte Stick-Bilder hängen heute noch in der Pampa - kann man(n) wohl hieran ersehen
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Nun ja, langer Rede kurzer Sinn: Die Eingewöhnungsphase verlief überraschend gut, schnell fühlte sie sich heimisch, sah jedoch meine lange Abwesenheit oftmals als schwer ertragbar.
So dass ich ihr eine Arbeit im unteren Lohnsektor, im sozialen Bereich... verschaffte, sie über keine Langeweile mehr klagte und sich das dort verdiente Geld ansparte, und wirklich nichts zum Familien-Clan nach Thailand überwies :good:

Apropos, mit der Umschreibung „Arbeit im unteren Lohnsektor, im sozialen Bereich“ meinte ich natürlich als Putz-Mamsell in den Städtischen Kliniken
Später, als ich eine große Autowaschanlage (nun ja, auf dem Namen meiner damaligen Noch-Angetrauten deutschen, mich heute noch abmelkenden ... ) in der Nähe des Flughafens betrieb, wurde sie in einem 4-er-Team „Vorputzerin“ und stellte mit ihrem Fleiß meine deutschen Wäscher in einen erbärmlichen Schatten. :clap:

Durch ihre Energie und Fleiß sah ich mich veranlasst, weitere Verstärkung aus Thailand einfliegen zu lassen, nämlich ihre jüngere Schwester und ihren jüngeren Bruder...
Zu damaligen Zeit kein Problem, eine Visum-Pflicht gab es noch nicht.

Beide gingen mit einem bedeutenden Startkapital nach Thailand zurück... welches dort innerhalb weniger Wochen im Winde zerstob....wie gewonnen, so zerronnen ... :günter:

Aber zurück von damals ca. 100 – 150 täglich durchlaufenden, zu waschenden Pkw und den Blick zu den gg. mich laufenden Ermittlungen.
Da ich mich auf den Abschluss der polizeilichen Ermittlungsarbeit vorbereitete und entsprechende Informationen aus dem Umfeld, selbst meinem damaligen Reisebüro/Ticketaussteller zugetragen bekam, war mit klar, welche Linie man(n) seitens der Grenztruppe verfolgte.
Da ich mich bereits damals überheblich sah, nahm ich den sich anzeigenden „Kampf“ ohne anwaltliche Unterstützung auf und verließ mich ausschließlich auf Kommentierungen aus der einschlägigen Rechtsprechung (Kleinknecht/Meyer, Tröndle, Schroder/Maiwald, Schönke/Schröder) der angeblich verletzten Strafparagraphen (von dem Ermittlungsbereich: illegale Einschleusung blieb unter dem Strich des der Staatsanwaltschaft zugeleitete Schlussvermerks: Täuschung im Rechtsverkehr/Missbrauch von Ausweispapieren, übrig. :Shy:

Nachdem dem sachbearbeitenden Staatsanwalt die geschlossenen Ermittlungen der Grenztruppe vorlagen, nahm ich mir die Freiheit, ihn nun direkt aufzusuchen um in einem direkten Gespräch auszuloten, welche Linie er nun verfolgen wird, um daran meine erforderlichen Abwehrmaßnahmen einzuleiten...

Apropos, ich würde jedem Betroffenen persönlich raten, sich bei polizeilichen Aussagen SEHR bedeckt zu halten, man(n) hat nach Abschluss der polizeilichen Ermittlungen „bessere Karten“, sich direkt gegenüber der Amts-/Staatsanwaltschaft zu äußern.
Hier können entscheidende Weichen für den Abschluss eines Verfahren gestellt werden!


Was aber tat ich...ich stimmte in unserem formellen Gespräch einem beabsichtigten Strafbefehl zu, um diesem 4 Wochen später mit einem Widerspruch zu begegnen, denn jetzt lag ein Nagel mit Kopf vor, den es abschließend zu treffen galt.
Aufgrund des Widerspruchs erfolgte eine formelle Ablehnung des Strafbefehls durch das zuständige Amtsgericht, wogegen der Staatsanwalt Beschwerde einlegte und das sodann zu entscheidende Landgericht verfügte, dass eine Hauptverhandlung vor dem Amtsgericht/Schöffengericht stattzufinden habe. :denk:

Nun ja, auch diese überstand ich ohne anwaltliche Hilfe, ich erreichte einen „Freispruch“ und verschiedene Presseorgane im Rhein-Main-Gebiet ließen sich dahingehend in ihrer „Berichtserstattung“ aus:
Das Gericht gab ihm Recht, - FAG-Sicherheitsausweis straflos missbraucht, – FAG-Ausweise sind keine Ausweise, -...
Doch der Staatsanwalt legte Berufung ein, es kam zu einer erneuten Verhandlung vor einer großen Strafkammer des Landgerichts, mit dem Urteilsspruch: FREISPRUCH

Jetzt erfolgte eine Revision des Staatsanwaltes, bei dem Oberlandesgericht, da er erneut den Freispruch nicht akzeptieren wollte...
...tja, und dann erfolgte 4 Jahre nach der „verhängnisvol...losen" Einreise des gefallenen, geflogenen und gut gelandeten Engels die Anfrage des Oberlandesgerichtes, ob ich mit einer Einstellung des Verfahrens einverstanden sein würde ... und wie hätte ich mich dieser Anfrage verweigern können... :äh:
So kostete mich dieses Verfahren außer Zeit praktisch nichts!

Denn im gesamten Verfahren zog ich keinen Anwalt hinzu... unterstelle jedoch mal, dass der Flughafenbetreiber sich gezwungen sah, fortan nur Ausweise, beruhend auf gesetzlicher Grundlage für eine Bediensteten und Beschäftigte aller möglicher Behörden im dortigen Bereich auszugeben.

-Falls der Eine oder Andere sich jetzt gemüßigt sieht, durch entsprechende Kommentierungen mein Verhalten wie auch immer zu kritisieren... was denkt er wohl, was mich das heute interessieren wird... :ätsch:

Apropos, ... „stolz“ bin ich auf meine damalige Meinung, dass diese „gelben Karten“ KEINE Ausweise i.S. der gesetzlichen Erfordernisse sind, ich somit obsiegt hatte...


Aber zurück zum Alltag, zum gemeinsamen Lebenslauf mit meinem gefallenden, jedoch gut gelandeten und wie ein Phönix aus der Asche auferstanden Engel... denn sie wurde mir eine ausgezeichnete Ehefrau ... es gelang ihr, die Aura der „Bar-Beer“, im Gegensatz vieler ihrer „Schwestern“ im Raum Ffm völlig abzustreifen ..., so dass ich sie auch mit meinen tiefreichenden Wurzeln bekannt & vertraut machte, wie man(n) hieran
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ersehen kann...
Doch dann kam das verhängnisvolle „zerplatzen“ der ersten beiden Glieder des Zeigefingers dazwischen... :günter:

Und hier werde ich demnächst weiteres berichten, denn Fortsetzung folgt:

Somprit

Re: Somprit

Beitrag von Somprit » Mi 24. Nov 2010, 19:50

... nun ja, jetzt wissen wir, dass ich die Einflugs-Klippe und die Eingewöhnungs-Phase meines aus der zurückgelassenen Asche rein & sauber auferstandenen flügellahmen Engels überstanden hatte. :babbel:

Wir besuchten u.a. Paris, folgten meinen Wurzeln im Osten...
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... Richtung Moskau ...

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...und wie bereits gesehen, hinaus ins kalte Land ...

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Auch die Eingliederung in Bezug auf meine erwachsenen Kinder klappe zufriedenstellend, selbst meine deutsche Ex fand Gefallen an einer ihrer Nachfolgerinnen... :rose:


Das Leben nahm seinen Lauf, man(n) & Frau hätten zufrieden sein können... doch dann, während eines 24-stündigen Bereitschaftsdienstes plagte mich auf der Dienststelle die Langeweile, ich reinigte meine Schusswaffen, meinen bevorzugten privaten aber dienstlich getragenen „38-er-S&W“ und meine dienstliche SIG-SAUER.
Und genau bei dieser SAUER machte ich einen verhängnisvollen Fehler, entnahm das volle Magazin um die Waffe sodann in ihre Einzelteile zu zerlegen...
Hierbei war ich im Begriff den „Schlitten/Verschlussstück“ zurück zu ziehen und bedachte dabei nicht, dass ich aus „Sicherheitsgründen“ stets eine zusätzliche Patrone bereits im Lauf hatte... kam dabei an den Abzug ... und peng-flutsch, ... das 2. Glied meines rechten Zeigefingers zerplatze durch das Geschoss/Mündungsfeuer und schlug vor mir in die Schreibtischplatte ein :diablo: ..., einem neben mir stehenden Kollegen zerriss es fast das Trommelfell... er lief noch 2 Jahre später mit einem Klingel-Ohr herum...
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Tja, das zurückbleibende Ergebnis sah dann so
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aus, womit ich fortan weiter meinen Dienst versehen wollte, jedoch recht schnell zur „Behinderung“ im Alltagsgeschäft, so z.B. bei Widerstandshandlungen, brechen desselben, wurde.
Der Polizeiarzt sah dann eine Möglichkeit, seine einstigen Fähigkeiten als Chirurg unter Beweis zu stellen, nämlich für eine sogenannte Handverschmälerung zu sorgen ... und bereitete mir damit die größten Sorgen. :günter:


Denn mit dem nun so völlig fehlenden rechten Zeigefinger war nach den damaligen Pol.-Dienstvorschriften kein uneingeschränkter Dienst mehr möglich, eine Frühpensionierung stand auf dem Plan.

Ich wurde sofort vom Dienst freigestellt, versah jedoch weiterhin fast 1 Jahr auf eigene Verantwortung, unter Hinblick des zudrücken aller vorhandener Augen, einschließlich der Hühneraugen meines damaligen Dienststellenleiters, Dienst, nahm allerdings nicht mehr an aktiven Außen-Einsätzen teil, konnte jedoch meine gesamten Aktenvorgänge abschließen

Dann, nach einer erforderlichen Begutachtung eines Amtsarztes war es dann unter Zugrundelegung der Dienst- Vorschrift zum 30.11. soweit
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es hieß nun endgültig Abschied zu nehmen... :cry:


Wie es dann weiterging, wird hier demnächst.... folgen!

Somprit

Re: Somprit

Beitrag von Somprit » Do 25. Nov 2010, 21:58

Dann, nach einer erforderlichen Begutachtung eines Amtsarztes war es dann unter Zugrundelegung der Dienst- Vorschrift zum 30.11. soweit: es hieß nun endgültig Abschied zu nehmen...


... tja, ein Abschied welcher mir recht schwergefallen ist, obwohl ich ja bereits Monate zuvor mit diesem Schlusspunkt rechnen musste.
Da die geführten dienstinternen Ermittlungen zu dem klaren Ergebnis kamen, welche nur den Schluss: Dienstunfall, behindernde Verletzung im Rahmen der Dienstausübung, zuließen, ging ich zumindest mit der Gewissheit das obere Ende der Besoldungsstufe und somit meine damals 75 %-Versorgungsempfänger-Pension zu erhalten... :good:

Recht schnell hatte ich eine sporadische Beschäftigung im Sicherheitsbereich eines international tätigen Geldinstitut gefunden und betrieb nebenher die Autowaschanlage meiner mir noch immer angetrauten deutschen Ehefrau.... und bereiste das von mir bis heute bevorzugte Alpenland, insbesondere das Berchtesgadener-Land ...
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... auch das Salz-Bergwerk in Berchtesgaden ....

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... bzw. das Watzmann-Gebiet

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Doch dies brachte keine rechte Befriedigung, mit Ausnahme, dass der finanzielle Zufluss gesichert war... :smoke:

Es kam wie es kommen musste, ... auch meine mit gebrochenen Flügeln eingeflogene, aus der Asche auferstandene Lebensabschnittspartnerin, offenbarte mir ihre stillen Gedanken, welche sich plötzlich mit den meinigen deckten...
Wir flogen kurz entschlossen nach Thailand, fuhren hinaus auf die Pampa in der Provinz Lampang, zurück zu den tristen Wurzeln meiner Lebenspartnerin... nun ja, „damals“ dachte ich noch, dass es die letzte Partnerin in meinem Leben sein wird.
Aber oftmals kommt es ja völlig anders als man(n) denkt.... :denk:


Tja, dort auf diesem armseligen „Farmer-Dorf“ besaß meine Partnerin nicht nur etliche Rai Farmerland, sondern auch fast ein ganzer Rai Grund & Boden im Dorf... einst „erschaffen“ aus dem Nichts...
Nun ja, aus den früher geflossenen Geldern aus der Lotterstadt Pattaya, der“ Chiquita-Bar“. :pst:

Selbstverständlich gab sich nun der Familien-Clan höchst erfreut, dass ich endgültig auf das Dorf kommen werde um dort ein Haus für meine Partnerin & mich bauen zu lassen...
Während meine Partnerin zurück blieb, um die Bauausführung des in Auftrag gegebenen Hauses fortan zu überwachen, das vertragsmäßige Geld in Höhe von 500.000 Baht hinterlassend, flog ich mit ihrem jüngeren Bruder nach Deutschland zurück.
Ihn setzte ich als „Kfz.-Reiniger/Wäscher“ in der automatischen Waschanlage ein, brachte ihm dort das Autofahren bei, wobei er mir im Anfangsstadium einen Benz, die Waschstraße durchfahrend, indem er gas Gaspedal mit dem Bremspedal verwechselte, voll gegen die Wand setzte....
Auch sonst zeigte er nun plötzlich mit mir alleine in meiner 2.-Wohnung lebend, seltsame Ansätze in einem sehr abträglichen Sozial- Verhalten... :think:

Er lebte „sein Leben“, stets auf dem Fußboden sitzend, lümmelnd; und sprach über Monate kein einziges Wort...
Einmal in die Kaiserstraße in Ffm mitgenommen um ihm zu zeigen, was eine der damals „In“ gewesenen „Peep-Show“ bot, immerhin war er 25 Jahre alt, .... rannte er wie von dem wahrhaftigen Teufel gehetzt die Treppe hinunter auf die Straße..., ich hatte Mühe, ihn in seinem Lauf zu stoppen ... sonst wäre er vermutlich bis nach Thailand gerannt.... :Lach:

Mir blieb mit der Zeit aufgrund seines seltsamen Sozialverhaltens nichts anderes übrig, als meine in TH die Bauausführung überwachende Partnerin nach Deutschland kommen zu lassen, um gemeinsam mit ihrem Bruder und meinen Aushilfskräften die Waschanlage in Betrieb zu halten... denn ich war vertraglich gebunden, diese von 07.00 – 24.00 Uhr offen zu halten.
Die Bauausführung war somit sich alleine überlassen bzw. die jüngere Schwester meiner Partnerin hatte klare Vorgaben für restlichen 15 % zur Fertigstellung des Hauses ... wozu mich später fast der Schlag traf ... :günter:

Die ausgezeichnet laufende Pkw-Waschanlage musste schnellsten weg...
Ich hatte schnell einen Interessenten gefunden, gg. eine kleine Ablösesumme meldete ich den Betrieb meiner noch immer angetrauten deutschen Ehefrau ab und übergab an ... meinen kleinen Bruder.
Er expandierte, erweiterte in den Sicherheitssektor... und löste anfangs dieses Jahres seine Verträge um ebenfalls mit seiner Frau „auszuwandern“... er erwarb ein kleines Bauerngehöft zur Privatbewirtschaftung, sozusagen als „Hobby-Landbesteller und Rottweil-Züchter“ ... in einem osteuropäischen Land ...
Als die Geschäftsübergabe an meinen kleinen Bruder erfolgt war, hielt uns nichts mehr in Deutschland... meine umfangreiche Bibliothek – war das einzige, was ich mitnehmen wollte - wurde in mehrere, damals noch billige 20-Kilo-Post-Pakete verpackt auf den Weg gebracht, und wir flogen voraus...
Über Bangkok und mit dem Fern-Bus über die damals noch voller Horror zu fahrenden meist nur 2-spurigen Fernverbindung ging es nach Lampang, von dort mit einem „Rot-Sangtheo“ auf die Pampa, wo uns das bezugsfertige Haus erwarten sollte.
Ja, bezugsfertig war es tatsächlich...auch die Bauqualität war durchaus zufriedenstellen... NUR, mich traf fast der Schlag, als ich die Eingangstür öffnete und mir ein allseits strahlendes BLAU entgegen leuchte...
Wände in blass-blau gestrichen, die gesamte Bodenfläche des Hauses in einer einheitlichen, furchtbaren altmodischen Musterung dunkel-blau gefliest..... , inmitten von 2 Räumen befanden sich 2 Säulen, welche ich am liebsten sofort kurz & klein geschlagen hätte...

Rund um das ansehnliche Haus ein wahrer Müllplatz ... wohin man(n) sah: Müll – Müll – Müll...
Und zu allem Unglück ... kein eigener Wasseranschluss vorhanden, weder Duschen noch die Benutzung europäischer Sitz-Toiletten war möglich!
Strom gab es zumindest stundenweise...

Den ersten Familienzwist bekam ich prompt mit der die Bauausführung überwachende Schwester, als ich sie fragte, welcher Geist sie geleitet habe, den gesamten Boden des Hauses mit diesen schrecklichen Fliesen auslegen zu lassen...
Die logische und sie beglückt vortragende Antwort lautete: „Der Himmel ist doch auch BLAU... ! und ich sah seit dieser Zeit bei ihr stets ROT ... besonders als sie sich einige Jahre später als lügende Diebin entpuppte.... :angry:

Langer Rede kurzer Sinn, um hier für heute zu einem Abschluss zu kommen ....

Ich ließ die gesamten Fliesen herausreißen, schenkte sie der Schwester, welche sie „später einmal in ihrem Haus verlegen wollte“... HEUTE liegen diese Bruchstücke noch gestapelt neben ihrem Häuschen ... und ließ zugleich die beiden inmitten der beiden Zimmer errichteten Betonsäulen entfernen, indem ich die Dachkonstruktion ebenfalls ändern lassen musste...
Mit Unterstützung von Dorfbewohner gruben ich in Eigenhilfe einen 6-m-tiefen- Brunnen für unser Anwesen, womit wir ganzjährig über genügend Brauchwasser zur Verfügung hatten ...



Und somit will ich es langatmig wie es nun mal zu lesen ist, für heute belassen... denn Fortsetzung folgt ...

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Re: Somprit

Beitrag von expat » Do 25. Nov 2010, 22:11

Meine Güte, ist ja wirklich ein süßer Fratz gewesen:

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Ich meine jetzt die Person links.
Einer Legende nach sollten die Schweizer Bürger einen Hut des Diktators Gessler so grüßen als sei er es selbst. Schiller machte aus dem Stoff sein Drama "Wilhelm Tell". Eine solche Funktion hat der Erlass, der freien Bürgern ohne sinnvollen Grund einen Maulkorb anlegt, der nach Expertenmeinungen ihre Gesundheit schädigt.

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