Mein Glaubensbekenntnis

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Re: Mein Glaubensbekenntnis

Beitrag von expat » Sa 3. Apr 2010, 21:05

Es kommt darauf an, inwieweit Schmerzerlebnisse bewusst verarbeitet werden können. Bewusst erlebter Schmerz führt nicht zur Abwehr, lediglich ein Übermaß, das nicht eingeordnet werden kann. Wenn negative Ich-Erlebnisse überhand nehmen, dann führen sie zur Verdrängung. Typische spätere Abwehrmechanismen zeigen sich in der Identifizierung mit Unterdrückung und Schmerz entweder als passives Opfer oder als zwanghafter Täter. Das sind Naturgesetze und sie werden nicht durch die "gute" erzieherische Absicht ausgehebelt.
Einer Legende nach sollten die Schweizer Bürger einen Hut des Diktators Gessler so grüßen als sei er es selbst. Schiller machte aus dem Stoff sein Drama "Wilhelm Tell". Eine solche Funktion hat der Erlass, der freien Bürgern ohne sinnvollen Grund einen Maulkorb anlegt, der nach Expertenmeinungen ihre Gesundheit schädigt.

Somprit

Re: Mein Glaubensbekenntnis

Beitrag von Somprit » So 4. Apr 2010, 11:56

... dieser - sollte ich sagen: theoretischen Betrachtung (?)...könnte ich weitgehend zustimmen, bin mir jedoch sicher, dass ich niemals zu einem "Übermaß" verleitet werden könnte ... mit Maßen ja, aber niemals (!!) im Übermaß!
Wenn ich "in Maßen zur unvermeidbaren, verträglichen körperlichen Züchtigung" gegriffen habe (bei unserer Kleinen)... habe ich ihr das anschließend nach dem versiegten Tränenstrom, welcher weniger wegen einem "spürbaren Schmerz" ausgelöst wurde, sondern wegen der Überraschung dass "Daddy" sie züchtigte, klar & deutlich erklärt, warum, weshalb diese "Züchtigung" erforderlich war... und sie hatte es verstanden & eingesehen....

Apropos, ob nun eine theoretische Betrachtung oder wissenschaftlich unterlegt, sei mal dahingestellt, denn trotz allem sehe ich auch das persönliche Umfeld in welchem ein vielleicht im relativen Übermaß gezüchtigtes Wesen heranwächst als Begleitform der sich später herauskristallisierenden Persönlichkeit... :good: ... obwohl, ein saufender & prügelnder Familien-Tyrann als Leitfigur eines "Vaters" wird auch sicher ebensolche asoziale Wesen erzeugen

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Re: Mein Glaubensbekenntnis

Beitrag von expat » So 4. Apr 2010, 12:13

Somprit hat geschrieben:... dieser - sollte ich sagen: theoretischen Betrachtung (?)...könnte ich weitgehend zustimmen, bin mir jedoch sicher, dass ich niemals zu einem "Übermaß" verleitet werden könnte ... mit Maßen ja, aber niemals (!!) im Übermaß!
Je sensibler man seine Kinder erzieht, umso offener auch sind sie für Demütigungen. Nicht der empfundene Schmerz führt zum Trauma, sondern das Übermaß an negativer unverdaubarer Ich-Erfahrung.


... und sie hatte es verstanden & eingesehen....
Was blieb ihr den auch übrig? Soll man Kinder daran erinnern und es ihnen einbläuen, dass sie als Lernende nicht vollkommen sind? Soll man ihnen einbläuen, dass sie schlecht und unvollkommen sind?
Apropos, ob nun eine theoretische Betrachtung oder wissenschaftlich unterlegt, sei mal dahingestellt, denn trotz allem sehe ich auch das persönliche Umfeld in welchem ein vielleicht im relativen Übermaß gezüchtigtes Wesen heranwächst als Begleitform der sich später herauskristallisierenden Persönlichkeit... :good: ... obwohl, ein saufender & prügelnder Familien-Tyrann als Leitfigur eines "Vaters" wird auch sicher ebensolche asoziale Wesen erzeugen
Richtig. Je liebevoller der normale Umgang, umso schockierender und unter Umständen traumatisierender die zugefügte physische Gewalt, die beinahe immer durch ihren psychischen Anteil Schaden anrichtet.

Wenn das Kind erstmal begriffen hat, dass der Vater Säufer und gewalttätig ist, muss es die Übergriffe nicht mehr als Ich-Erfahrungen einordnen und als solche verdrängen. Der letzte Satz war jetzt nicht auf deine Person bezogen.
Psychische negative Fixierungen und Verdrängungen sind keine Vorgänge, die automatisch in bestimmter Weise und mit immer den gleichen Ergebnissen bei gleichen Ursachen ablaufen. So sind sie immer nur rückwärts zu betrachten. Die Frage muss dann lauten, welche Ereignisse haben dazu geführt dass, .....?
Dass nun sexuelle Übergriffe als so viel gravierender verurteilt werden als "normale" Brutalität, zeigt, wie unsere gesamte Gesellschaft eifrig dabei ist, ihre wahren Schädigungen zu verdrängen. Das ist ja auch der Sinn der normalen Neurose.
Einer Legende nach sollten die Schweizer Bürger einen Hut des Diktators Gessler so grüßen als sei er es selbst. Schiller machte aus dem Stoff sein Drama "Wilhelm Tell". Eine solche Funktion hat der Erlass, der freien Bürgern ohne sinnvollen Grund einen Maulkorb anlegt, der nach Expertenmeinungen ihre Gesundheit schädigt.

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Re: Mein Glaubensbekenntnis

Beitrag von Somprit » So 4. Apr 2010, 12:46

... ein im Grunde recht interessantes Thema, besonders jetzt, wo ich nochmals in den Genuss komme als "Erzieher" tätig zu werden.... :good: ... etwas, was mir wohl bei meinen beiden leiblichen Töchtern gelungen, bei meinen beiden eigenen Söhnen nicht so gelungen scheint :pst:

Aber jetzt geht es mit der Kleinen erst mal in den Pool.....

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Die Osterbotschaft vom Petersplatz.

Beitrag von expat » Di 6. Apr 2010, 17:56

"Heiliger Vater, das Volk Gottes ist mit Dir und wird sich nicht von dem unbedeutenden Geschwätz dieser Tage beeinflussen lassen", sagte Angelo Sodano unter dem Jubel der Anhänger des Papstes, die trotz des regnerischen Wetters auf dem Petersplatz gekommen waren.
Einer Legende nach sollten die Schweizer Bürger einen Hut des Diktators Gessler so grüßen als sei er es selbst. Schiller machte aus dem Stoff sein Drama "Wilhelm Tell". Eine solche Funktion hat der Erlass, der freien Bürgern ohne sinnvollen Grund einen Maulkorb anlegt, der nach Expertenmeinungen ihre Gesundheit schädigt.

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Re: Mein Glaubensbekenntnis

Beitrag von expat » Mi 7. Apr 2010, 14:18

Hier kann man nachlesen, wie sich die katholische Kirche an höchster Stelle verhält, um Konsequenzen für ihre kriminellen Mitarbeiter zu verhindern. Hunderte von missbrauchten Taubstummen wurden erwiesener Maßen missbraucht. Die amerikanischen Vorgesetzten wollten den Mann aus dem Verkehr ziehen, aber Rom (Ratzingers Stellvertreter in seinem Namen) hat das verhindert.
Einer Legende nach sollten die Schweizer Bürger einen Hut des Diktators Gessler so grüßen als sei er es selbst. Schiller machte aus dem Stoff sein Drama "Wilhelm Tell". Eine solche Funktion hat der Erlass, der freien Bürgern ohne sinnvollen Grund einen Maulkorb anlegt, der nach Expertenmeinungen ihre Gesundheit schädigt.

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Re: Mein Glaubensbekenntnis

Beitrag von expat » Sa 8. Mai 2010, 12:42

Einer Legende nach sollten die Schweizer Bürger einen Hut des Diktators Gessler so grüßen als sei er es selbst. Schiller machte aus dem Stoff sein Drama "Wilhelm Tell". Eine solche Funktion hat der Erlass, der freien Bürgern ohne sinnvollen Grund einen Maulkorb anlegt, der nach Expertenmeinungen ihre Gesundheit schädigt.

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Re: Mein Glaubensbekenntnis

Beitrag von Somprit » Sa 15. Mai 2010, 10:58

...... nun dieses "heraus prügeln" hat dieser fehlgeleitete Bischof, der wohl doch nicht so firm in den Befolgen der Gebote war, ja sehr gut beherrscht :cry: ... ein wahrlich sehr schwarzes Schaf in roter Robe.... :Lach:

Somprit

Re: Mein Glaubensbekenntnis

Beitrag von Somprit » Mo 17. Mai 2010, 12:09

... nun ja, zu "meiner Kindheit/Schulzeit" gehörten "Hiebe" mit dem Lineal im Unterricht noch zum Alltag, da musste der Lehrer/Lehrerin kein Bischofsamt inne haben... wenn juckte das damalige "Erziehungswesen" :pst:

... auch ein gefallener Vertreter des Heiligen Geistes auf Erden, genannt Mixa, wäre sicherlich unbeachtet durch ein Nadelöhr geschlüpft ... wenn, ja wenn er sich nicht stets in seiner Überheblichkeit/Über(ge)wichtigkeit zu weit aus dem Fenster gelehnt hätte, anstatt teuren Wein auf Kosten der Stiftung zu schlürfen hätte er es bei einem guten Schluck Wasser bleiben lassen sollen...

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Re: Mein Glaubensbekenntnis

Beitrag von expat » Fr 22. Nov 2019, 10:24

Da kommt der Chef einer der größten Verbrecherorganisationen der Zeitgeschichte nach Thailand und wagt sich, über Sex zu schwadronieren.

Schreibt die Süddeutsche:
Bei einem Treffen mit der Regierung des mehrheitlich buddhistischen Landes sagte Franziskus: "Ich denke auch an all jene Frauen und Kinder unserer Zeit, die besonders verletzt und vergewaltigt werden, und jeder Form von Ausbeutung, Sklaverei, Gewalt und Missbrauch ausgesetzt sind."

Vor Ministerpräsident Prayut Chan-o-cha, einem ehemaligen Putschgeneral, lobte Franziskus "Anstrengungen" der Regierung, die "Plage" der Ausbeutung von Frauen und Kindern "auszurotten". Er appellierte an die Regierung, "dieses Übel auszumerzen und einen Weg anzubieten, ihnen ihre Würde zurückzugeben".

Da weiß einer, wovon er spricht, denn wo wird und wurde mehr Sex mit Kindern getrieben als in seiner Organisation?
Einer Legende nach sollten die Schweizer Bürger einen Hut des Diktators Gessler so grüßen als sei er es selbst. Schiller machte aus dem Stoff sein Drama "Wilhelm Tell". Eine solche Funktion hat der Erlass, der freien Bürgern ohne sinnvollen Grund einen Maulkorb anlegt, der nach Expertenmeinungen ihre Gesundheit schädigt.

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