Libyen

Antworten
Benutzeravatar
expat
Verwalter
Beiträge: 2679
Registriert: Mi 15. Aug 2007, 19:57
Wohnort: Pattaya
Kontaktdaten:

Libyen

Beitrag von expat » Sa 19. Mär 2011, 22:40

Denk ich an Libyen, denk ich an die erschreckende Physiognomie von Gaddafi. Eben haben die westlichen Staaten begonnen, die aufständischen Stämme zu unterstützen. Lange hat's gedauert. Man weiß ja auch nie genau, ob man ein fremdes Land richtig beurteilt. Unser Bubi, der einen Außenminister darstellt, uinterstützt (beinahe) alles zusammen mit unserer Merkel, aber mitmachen wollen sie dennoch nicht.
Einer Legende nach sollten die Schweizer Bürger einen Hut des Diktators Gessler so grüßen als sei er es selbst. Schiller machte aus dem Stoff sein Drama "Wilhelm Tell". Eine solche Funktion hat der Erlass, der freien Bürgern ohne sinnvollen Grund einen Maulkorb anlegt, der nach Expertenmeinungen ihre Gesundheit schädigt.

Somprit

Re: Libyen

Beitrag von Somprit » Fr 25. Mär 2011, 08:34

... es wundert mich, dass wir bisher über diesen Terroriosten in Libyen - Gaddafi - so wenig Web-Space verwendet haben ... :denk:

Daher mal einen "Sompritschen" kritischen Blick auf das Abziehbild eines "Bübchen" von Außenminister, diesen "Guido ...ich hab Euch alle lieb" ..... natürlich angelehnt und geklaut aus der Medien-Welt in der alten Heimat ... :biggrin:

Man(n) kann in der Presselandschaft dort oben Ansatzweise nachlesen:
... Enthaltung im Sicherheitsrat war unnötig
Dass solche Fragen nun gestellt werden, ist auch dem ungeschickten Vorgehen des strategischen Trainees Guido Westerwelle zu verdanken. Es ist nicht zu bestreiten, dass es auch gute Gründe gegen ein schlecht vorbereitetes militärisches Eingreifen in Libyen gibt, dessen Ausgang nicht vorhersehbar ist.
Die Enthaltung im Sicherheitsrat war dennoch unnötig. In die Situation ist Westerwelle auch deshalb geraten, weil er die Lage auf jeder Ebene falsch eingeschätzt hatte: Bis Mitte vergangener Woche rechnete er offenbar mit einem chinesisch-russischen Veto, mit fortgesetztem amerikanischen Zaudern sowie einem Nein der Portugiesen.
Nichts davon traf ein
Am Ende stand Deutschland dumm da und Westerwelle war ein Außenminister, der sich zwar gern in Kairo und Tunis nach erfolgreichen Revolutionen als Freiheitsfreund feiern lässt, aber nicht bereit ist, politische Verantwortung zu übernehmen, wenn diese Freiheit erkämpft oder verteidigt werden muss.

Außenminister Westerwelle überzeugt nicht

Als der damalige Außenminister Joschka Fischer 2003 gegenüber Donald Rumsfeld den deutschen Widerstand gegen einen Angriff auf den Irak ausdrückte, sagte er: „I am not convinced.“ Er sei von der amerikanischen Kriegsbegründung „nicht überzeugt“. Westerwelle wähnte sich nun in vergleichbarer Lage und glaubte, mit Gelegenheitspazifismus innenpolitisch punkten zu können. Doch Westerwelle 2011 unterscheidet sich in einem zentralen Punkt von Fischer 2003: He's not convincing. Das spüren auch Verbündete...
aus: http://www.welt.de/debatte/article12898 ... haden.html

... auch diese FD-Jodlerin bekommt dort ihr verdientes Fett ab ... :good:
Libyen ist für Merkel ein diplomatischer Totalschaden
Die Enthaltung Deutschlands zur Libyen-Abstimmung im UN-Sicherheitsrat war ein Fehler.
Die Franzosen fragen sich, was hinter dem deutschen Zaudern steckt
Großer außenpolitischer Misserfolg droht
Sollte die Militäraktion der „internationalen Staatengemeinschaft“ in Libyen dann noch erfolgreich verlaufen und Gaddafi rasch gestürzt werden, hätten die Bundeskanzlerin und ihr Außenminister zudem den größten außenpolitischen Misserfolg der Bundesrepublik Deutschland seit 1949 erzielt.
Sich gegen den engsten Partner zu stellen, den Sinneswandel des wichtigsten Verbündeten zu ignorieren, sich dann im Sicherheitsrat in einer spontanen Wertegemeinschaft mit Russland und China wiederzufinden und dafür Glückwünsche von Hugo Chávez entgegennehmen zu dürfen – einen derartigen diplomatischen Totalschaden hat noch keine Bundesregierung produziert.
Ganz abgesehen von der Tatsache, dass man dem libyschen Volk kaum deutlicher hätte signalisieren können, wie wenig man sich in Deutschland für sein Schicksal interessiert....
... und ich „erwarte“, dass der morgige Tage nicht nur die Partei dieses „Bübchen“ aus dem Landtag in BW schleudern wird, sondern auch die FD-Jodlerin gesenkten Kopfes von dannen ziehen wird ... :smoke:

Benutzeravatar
expat
Verwalter
Beiträge: 2679
Registriert: Mi 15. Aug 2007, 19:57
Wohnort: Pattaya
Kontaktdaten:

Re: Libyen

Beitrag von expat » Fr 25. Mär 2011, 08:55

Somprit hat geschrieben:... es wundert mich, dass wir bisher über diesen Terroriosten in Libyen - Gaddafi - so wenig Web-Space verwendet haben ... :denk:
Bedenke, dass unsere Member alle viel denken aber wenig schreiben. :grin:
Und bedenke auch: Westerwelle ist Wählerwille. Noch...
Einer Legende nach sollten die Schweizer Bürger einen Hut des Diktators Gessler so grüßen als sei er es selbst. Schiller machte aus dem Stoff sein Drama "Wilhelm Tell". Eine solche Funktion hat der Erlass, der freien Bürgern ohne sinnvollen Grund einen Maulkorb anlegt, der nach Expertenmeinungen ihre Gesundheit schädigt.

Somprit

Re: Libyen

Beitrag von Somprit » Mi 20. Apr 2011, 17:39

...in Libyen alles in einer ungewissen Schwebe und schon rufen Menschenrechtler, die wahren friedfertigen „Gutmenschen“ ... - sorry, das ist nun mal meine Meinung von solchen selbsternannten Heilsbringern - :denk: ... zum nächsten Einsatz im Jemen, einem Land, was wahrlich weder West noch Ost wirklich was anbieten kann...

Menschenrechtler rufen UN um Hilfe

Es ist der nächste gefährliche Krisenherd: Auch im Jemen wird die Opposition blutig unterdrückt.
Menschenrechtler rufen die Uno um Hilfe. Der Weltsicherheitsrat fürchtet um den Frieden in der Region.
Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hat Aktionen des UN-Sicherheitsrates gegen den Jemen gefordert. Nach dem Tod von Demonstranten müsse das mächtigste UN-Gremium jetzt mit einer Stimme sprechen, erklärte die Organisation in New York. "Endlich ist die brutale Unterdrückung der Opposition auf dem Radar des Sicherheitsrates, der die Sache als Bedrohung des internationalen Friedens sieht", ...

"Der Rat muss jetzt einen Schritt weitergehen und der Führung klarmachen, dass weitere Tote und die Misshandlung friedlicher Demonstranten nicht hingenommen werden." Auf Anregung Deutschlands befasste sich der Rat tatsächlich erstmals mit der Lage im Jemen, auf eine gemeinsame Erklärung konnten sich die 15 vertretenen Staaten aber nicht einigen...

Gefahr für die gesamte Region

Die Vereinten Nationen befürchten, dass die blutigen Unruhen in dem Staat im Süden der arabischen Halbinsel die ganze Region gefährden können. Sie haben das Potenzial, Frieden und Sicherheit in der Region zu bedrohen,...
http://www.stern.de/politik/ausland/blu ... 76556.html

... doch dazwischen liegt noch Syrien, ein Schlüsselland im Nordafrikanischen-arabischen Halbgürtel...

Tödliche Schüsse gegen Demonstranten in Homs

Zehntausende hatten sich in der syrischen Sadt Homs nördlich von Damaskus zusammen gefunden. Ihr Ziel: Eine Sitzblockade aufrecht zu erhalten bis der syrische Staatschef Baschar el Assad abdankt. Doch Sicherheitskräfte lösten die Versammlung auf und schossen dabei auf die Demonstranten...

Syriens Sicherheitskräfte haben nach Angaben von Aktivisten am Dienstag in der Stadt Homs scharf auf zehntausende Menschen geschossen und mindestens vier Demonstranten getötet. Eine Sitzblockade im Zentrum der westlichen Stadt sei am frühen Morgen "gewaltsam aufgelöst" worden...

Es sei scharf geschossen worden, sagte die Menschenrechtsaktivistin, die anonym bleiben wollte. Bei der Auflösung der Blockade seien mindestens vier Menschen getötet worden, sagte ein weiterer Aktivist. Im Exil lebende Syrer bestätigten den Einsatz von Gewalt...


...tja, auf zehntausende geschossen und mindestens 4 getötet ... meint eine anonym bleibende Aktivistin... :denk:

Die Proteste hatten vor rund einem Monat begonnen, die Bewegung radikalisiert sich seitdem jedoch zusehends. Während die Demonstranten zu Beginn Reformen gefordert hatten, gingen sie nun dazu über, offen Assads Rücktritt zu fordern. Sie bemühen sich zudem, der Bewegung keinen religiösen Anstrich zu geben....http://www.stern.de/politik/ausland/pro ... 76169.html

... bemüht, keinen religiösen Anstrich zu geben ... könnte dann ja den Westen verschrecken! :biggrin: :pst:

Antworten