Wohin führen die USA die westliche (globale) Welt?

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Somprit

Wohin führen die USA die westliche (globale) Welt?

Beitrag von Somprit » Di 19. Apr 2011, 10:59

... es fängt an zu knirschen...im Dachstuhl der USA...
Bild
Ratingagentur zweifelt an Kreditwürdigkeit
Warnschuss für die USA


Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hat die künftige Kreditwürdigkeit der USA infrage gestellt. Sie bewerte die Bonität der Vereinigten Staaten zwar weiter mit der Bestnote AAA, teilte die Agentur mit. Allerdings senke sie den Ausblick für die langfristige Beurteilung von "stabil" auf "negativ". Grund sei das im Vergleich zu anderen mit AAA bewerteten Ländern sehr hohe Haushaltsdefizit....
Aus: http://www.tagesschau.de/wirtschaft/usa370.html

...dazu passend:

Wie pleite ist der amerikanische Staat wirklich?

Die Schulden wachsen unaufhörlich. Jetzt kaufen bekannte Großanleger keine US-Staatsanleihen mehr. Sparern droht weltweit ein Debakel.
Man sollte nicht glauben, dass in den USA nirgends gespart wird. In Los Angeles sitzen in der Abschlussklasse der Highschool durchschnittlich 43 Kinder im Englisch- und Matheunterricht. Und in der Autostadt Detroit im Bundesstaat Michigan wird derzeit sogar diskutiert, die Klassenstärke in den öffentlichen Schulen auf 60 Schulkinder hochzusetzen. Doch solche Maßnahmen, seien sie auch noch so drastisch, sind letztlich nur vereinzelte Schritte. Sie können das Gesamtbild kaum beeinflussen, das Blatt nicht wenden. Der Schuldenturm Amerikas wächst und wächst – und nun fängt er erstmals an zu wanken.
China besitzt amerikanische Staatsanleihen in Milliarden-Höhe Aus: http://www.welt.de/wirtschaft/article12 ... klich.html
http://de.news.yahoo.com/2/20110418/tts ... b2fc3.html

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Re: Wohin führen die USA die westliche (globale) Welt?

Beitrag von expat » Di 19. Apr 2011, 11:47

Das letzte Mal, als die USA mit Recht führen konnten, das war, als sie Deutschland zurück in die Freiheit führten, wenn auch mit großen Verlusten auf allen Seiten. Dafür aber waren sie nicht verantwortlich. Ich bin da nach wie vor dankbar, dass ich mit 6 Jahren ein relativ gewaltfreis Deutschland vorfand. Seitdem waren die Amis offensichtlich von dem blödsinnigen Wahn befallen, dass sich das überall in der Welt wiederholen lässt, wo es Probleme gibt. Tausendfaches Leid und Unrecht von einem frömmelnden bigotten Volk begangen, das nunmehr in keinster Weise igendeine Legitimagtion hat, irgendjemanden irgendwohin zu führen.
Einer Legende nach sollten die Schweizer Bürger einen Hut des Diktators Gessler so grüßen als sei er es selbst. Schiller machte aus dem Stoff sein Drama "Wilhelm Tell". Eine solche Funktion hat der Erlass, der freien Bürgern ohne sinnvollen Grund einen Maulkorb anlegt, der nach Expertenmeinungen ihre Gesundheit schädigt.

Somprit

Re: Wohin führen die USA die westliche (globale) Welt?

Beitrag von Somprit » Mi 20. Apr 2011, 12:09

... und die US-Politiker gehen auf die Barrikaden....

Washington weist Zweifel an Bonität zurück

Die USA sind mit mehr als 14,2 Billionen Dollar verschuldet, allein in diesem Jahr kommen 1,65 Billionen dazu.
Dies hat die Ratingagentur Standard & Poor's veranlasst, Zweifel an der Kreditwürdigkeit der USA anzumelden.
Die Regierung reagiert empört und spricht von einer "politischen Aussage"...

Kaum war die Nachricht aus New York im Washingtoner Regierungszentrum eingetroffen, begann der Versuch einer Gegenwehr. Das Finanzministerium veröffentlichte eine Stellungnahme, die erkennen ließ: Man fühlt sich missverstanden von Standard & Poor's (S&P). Dann trat Austin Goolsbee vor die Kameras von Bloomberg TV. Der finanzpolitische Chefberater von Präsident Barack Obama spielte mehrmals herunter, dass S&P die mittelfristigen Aussichten für Amerikas Kreditwürdigkeit von stabil auf negativ abgewertet hatte...
http://www.tagesschau.de/wirtschaft/usa372.html


Letzte Chance für Weltschuldenmacht USA

Hier ein teurer Krieg gegen einen arabischen Despoten oder ein Terrorregime, dort eine Milliardenspritze für die bankrotte Autoindustrie oder den brachliegenden Häusermarkt. Der Präsident der USA schreibt täglich dicke Schecks aus. Einen guten Teil des Geldes muss er sich pumpen.
Rote Zahlen schreiben zwar viele Industriestaaten inklusive Deutschland, doch die USA leben besonders extrem über ihre Verhältnisse - und bekommen nun die Quittung dafür. Die Geldgeber zweifeln langsam daran, dass das Land die Kraft hat, seine offenen Außenstände pünktlich zu begleichen. Die ersten Investoren ziehen sich bereits aus US-Staatsanleihen zurück, und nun hat auch noch die mächtige Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) die Kreditwürdigkeit der Supermacht in Frage gestellt...

Seit dem 1. Januar 1941 besitzen die USA die beste Bonitätsnote AAA und nun droht S&P damit, das Land herabzustufen. Das würde rein finanziell bedeuten, dass die Vereinigten Staaten mehr Zinsen für ihre neuen Kredite zahlen müssten. Ökonomisch wäre das gefährlich, politisch eine Demütigung sondergleichen...

Die Amerikaner lassen sich gerne über die Verfehlungen von Griechenland, Irland oder Portugal aus und sprechen von der Euro-Schulden-Krise. Dass das eigene Land massive Probleme hat, wurde lange geflissentlich ignoriert...
http://www.zeit.de/news-042011/19/iptc- ... 9916156xml

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Re: Wohin führen die USA die westliche (globale) Welt?

Beitrag von expat » Mi 20. Apr 2011, 12:53

Ich denke, Europa sollte diesen bigotten Staat unterstützen,
denn vielleich hat ja Europa seine positive Entwicklung der
Tatsache zu verdanken, dass alle religiösen Spinner dort
aufgenommen wurden. Oder vielleicht doch nicht alle?
Und nun haben wir es mit den religiösen Spinnern aus an-
deren Gegenden zu tun.
Einer Legende nach sollten die Schweizer Bürger einen Hut des Diktators Gessler so grüßen als sei er es selbst. Schiller machte aus dem Stoff sein Drama "Wilhelm Tell". Eine solche Funktion hat der Erlass, der freien Bürgern ohne sinnvollen Grund einen Maulkorb anlegt, der nach Expertenmeinungen ihre Gesundheit schädigt.

Somprit

Re: Wohin führen die USA die westliche (globale) Welt?

Beitrag von Somprit » Mi 20. Apr 2011, 17:28

... und der größte „Kreditgeber“ der USA, China, im Besitz von Bergen von Schuldverschreibungen meldet sich nun auch mit deutlichen Worten zu Wort ... :good:

Wegen wachsender Zweifel an der Kreditwürdigkeit der USA wird die Regierung von Präsident Barack Obama aus dem Ausland zum Sparen gedrängt.
Mit China rief der größte Gläubiger der weltgrößten Volkswirtschaft die Regierung zu "verantwortungsvollen" Maßnahmen auf. Auch die Europäische Zentralbank (EZB) fordert einen Abbau der Neuverschuldung...

"Wir hoffen, dass die US-Regierung eine verantwortungsvolle Politik betreiben wird, um das Interesse der Investoren zu schützen", erklärte am Dienstag das chinesische Außenministerium. Die Volksrepublik besitzt mit drei Billionen Dollar (rund 2,1 Milliarden Euro) die größten Währungsreserven der Welt. Etwa zwei Drittel davon sind Schätzungen zufolge in Dollar angelegt...

... ob sich die USA wirklich um die Interessen/aufkommenden Sorgen der Investoren schweren werden ... :biggrin:

Bislang ist keine Entspannung im erbitterten US-Haushaltsstreit in Sicht. Weder Demokraten noch Republikaner signalisierten Bereitschaft zur Annäherung. Es zeige sich, dass "bei all dem Gerede in Washington nichts auf dem Tisch liegt, was sich bewegt", ...

Wegen der Finanzkrise und der dadurch ausgelösten schwersten Rezession der Nachkriegszeit hat sich der Schuldenberg der USA auf mehr als 60 Prozent des Bruttoinlandsproduktes erhöht...

"ES WIRD KEINEN DOLLAR KOLLAPS-GEBEN"

Japan, nach China der größte Gläubiger der USA, äußerte demonstrativ Vertrauen in die US-Politik...
Auch im Umfeld der chinesischen Zentralbank wurde Optimismus verbreitet.

...was sollten sie auch anders verlauten lassen... :biggrin:

So zitierte das Online-Portal Sina.Com einen Berater mit den Worten: "Es wird keinen Kollaps des Dollar geben."...

...solange es China nicht will... :pst:

http://de.reuters.com/article/topNews/i ... 3520110420

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Geplanter Anschlag auf den saudischen Botschafter

Beitrag von expat » Fr 14. Okt 2011, 16:20

Nun haben die Amis wieder klare Beweise, denn sonst würden sie die Vorwürfe gegen den Iran ja nicht erheben. Dass es mal so weit kommen musste, dass ich den Bekloppten in Theheran mehr glaube als einem amerikanischen Präsidenten! Es gehört ja schon zur guten Gewohnheit, dass die Amis ständig lügen und es vielleicht nicht mal merken. Wenn sie es aber merken, ziehen sie keine Konsequenzen und lügen und betrügen die Welt weiter.
Einer Legende nach sollten die Schweizer Bürger einen Hut des Diktators Gessler so grüßen als sei er es selbst. Schiller machte aus dem Stoff sein Drama "Wilhelm Tell". Eine solche Funktion hat der Erlass, der freien Bürgern ohne sinnvollen Grund einen Maulkorb anlegt, der nach Expertenmeinungen ihre Gesundheit schädigt.

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Re: Wohin führen die USA die westliche (globale) Welt?

Beitrag von Styx » Sa 15. Okt 2011, 04:09

"Expat",
speziell im neuesten Zusammenhang mit dem Iran mag ich mal hinsichtlich der Richtigkeit des Sprichworts:
"Wer einmal liegt dem glaubt man nicht auch wenn er dann die Wahrheit spricht"
meine Zweifel anmelden und den Amerikanern glauben.
Auch wenn Deinen Aussagen zur Gewohnheit der Amerikaner in vielen Fällen zutreffend sind...
expat hat geschrieben:...Es gehört ja schon zur guten Gewohnheit, dass die Amis ständig lügen und es vielleicht nicht mal merken. Wenn sie es aber merken, ziehen sie keine Konsequenzen und lügen und betrügen die Welt weiter.
...so stehe ich mit meinen Analysen der heute diskutierten Vorwürfen, Anschuldigungen und Beteuerungen in Summe doch eher auf Seiten der USA.
Nein, ich selbst kann (und will) den "Bekloppten in Teheran" nicht mehr Glauben schenken als den US-Amerikanern.
Styx

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